Panorama von Podol mit Dnepr-Kai



Kiewer Mogiljanskaja-Akademie (1615)
Museum für Kosakenwesen
Die Stadt Kiew entstand und entwickelte sich gerade hier im Podol, was sogut wie im Tal des Flusses bedeutet. Die Ortschaft Podol liegt hier seit uralten Zeiten, als in grauen Vorzeiten der ersten Jahrhunderten n. Chr. gingen hier die Schiffe mit fremdländischen Waren vor Anker, landeten die ersten Kaufleute und Krieger. Gerade hier befand sich das Stadtzentrum im Mittelalter. Auf den Landkarten jener Zeit war Kiew als Kiewo-Podol bezeichnet worden.
Hier in der sog. „Unterstadt“ hausten diejenigen, denen die Stadt ihren Ruhm und ihre Pracht zu verdanken hatte: die geschickten Handwerker, Töpfer, Schmiede, Juweliere, Glasbläser, unternehmungslustige Händler.
Hier entwickelten sich die Anfänge der Industrie, gab es die erste Wasserleitung, die erste Apotheke mit der unterirdischen Kapelle, die uralte Sonnenuhr, die erste Poststation und die erste Straßenbahn Russlands.
Sehenswert sind die Behausungen der Kosakenzeiten, die schon über 300 Jahre alt sind, das alte Gebäude der berühmten Kiewer Mogiljanskaja-Akademie (1615), welche eine längere Zeit die älteste und einzige Hochausbildungslehranstalt der Ostslaven war.
An dieser Akademie studierten viele hervorragende Wissenschaftler, Philosophen, Dichter etc. Zu verschiedenen Zeiten besuchten sie der geniale russische Wissenschaftler Michael Lomonossow (dessen Namen Moskauer Universität trägt), der Philosoph und Humanist Grigorij Skovoroda, der Architekt Barskij und viele andere bekannte Vertreter von Wissenschaft und Kultur.
Im Podol befindet sich das berühmte Kontrakthaus, wo die Kaufverträge zwischen Kaufleuten über zahlreiche Waren, Ländereien, Immobilien etc. abgeschlossen worden waren. Kontrakthaus ist auch durch verschiedene kulturelle Veranstaltungen bekannt geworden.
Im 19.Jh. gaben hier die italienische Oper und das spanische Ballett Gastspiele. Hier spielte der berühmte ungarische Komponist und Pianist Ferenc Liszt. 1906 sang auf dieser Bühne der hervorragende russische Baß Fjodor Schaljapin. Hier weilten Nikolai Gogol, Taras Schevtschenko, Alexander Puschkin, Honore de Balzac und viele andere Berühmtheiten verschiedener Zeiten.
Für die bessere Wahrnehmung der Bedeutung und der Besonderheit dieses Stadtteils im Leben Kiews ist es empfehlenswert das Museum der Kiewer Selbstverwaltung vom Magdeburger Recht, Museum für Kosakentum, Apotheke-Museum zu besuchen.
Organisatorische Fragen:
- Dauer der Führung: ca. 3,0.
- Zu Ihrer Verfügung: Guides- Dolmetscher (Lizenz, höchste Qualität, Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Tschechisch und andere)
- INDIVIDUELLE FÜHRUNGEN: nach Ihrer Anfrage – jederzeit im beliebigen Transportmittel.
|
|
|
|
|
Kirche auf dem Wasser |
Vertragsplatz |
Postplatz |
LESEN SIE BITTE AUCH:
- Aus der Geschichte der Mezhigorskaja-Straße
- Die Deutschen in der Geschichte Kiews. Lebenslauf des Professoren Friedrich Mering
- Apotheke-Museum
- Nationalmuseum „Tschernobyl“
- Museum des Kosakentums
- Museum des Magdeburger Stadtrechts
- Museum der Kiewer Wohltätigkeit
| Tweet |



