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| Alexander Chvostenko-Chvostov. Opernhaus, 1954. | Architekt Schröter (1839-1901) |
Kiew – Theaterstadt ist ein umfangreiches und vielseitiges Thema. Eine Sonderposition unter den Theatern der Hauptstadt besitzt traditionell Kiewer Opern-und Balletthaus, oder einfach die Oper. Gerade so – groß geschrieben. Dies ist hervorragendes Denkmal der Architektur, das im Krieg nicht zerstört wurde: prächtige Innenausstattung, Kristall und Spiegel, Marmortreppen, Samt der Wienersessel, prachtvoller Kristallüster im Zentrum der Spitzenkuppel, Wandvergoldung etc. Hier ertönten die Stimmen von Fjodor Schaljapin, Maria Litvinenko-Wohlgemuth, Ivan Patorzhinsky, Oksana Petrusenko, Boris Gmirja, Eugenia Miroschnitschenko, Juri Guljaev, Dimitri Gantjuk… Dies ist auch die Zarenloge, wo die Zarenfamilie „thronte“ und Parterre, wo seine im Leben letzte Aufführung der damalige Prämierminister des russischen Imperiums Pjotr Stolipin bis zum Ende nicht zugesehen hatte...
Schon über 100 Jahre steht an der Kreuzung von zwei zentral liegenden Straßen ein vortreffliches Gebäude, das 1901 errichtet wurde. Es sah und hörte nicht nur den stürmischen Beifall und die wunderbare Musik von weltbekannten Koryphäen. In dessen Wänden fiel auch der für die Geschichte des Russischen Imperiums fatale Schuss - im September 1911 wurde hier Premierminister Pjotr Stolipin ermordet. Über dieses Attentat sowie andere Tragödien, Komödien und Dramen in der Geschichte Kiewer Theater erzählen wir Ihnen in der neuen Führung von „Prime Excursion Bureau“. Diese Führung ist vorwiegend dem Theater für Oper und Ballett gewidmet, Sie werden doch auch mit der Geschichte anderer bedeutsamen Theater in Kiew vertraut gemacht. Ist auch nicht ausgeschlossen, dass wir hinter die Kulissen hineinblicken würden und dadurch das Mysterium der Kunst, das hier täglich zum Vorschein kommt, berühren könnten.
Während der Führung erfährt man über das Kiewer Theaterleben einiger Jahrhunderte. Wir erleben eine Fahrt durch die Zeit: von „Weihnachtskrippen“ und „Schultheater“ der Kiewer Mogila-Akademie von XVII-XVIII Jahrhunderten bis Epoche der ersten stationären Theater Anfang des XIX. Jahrhunderts, durch die Zeiten der Entstehung und Selbstbestätigung des ukrainischen Theaters und Triumphes von ukrainischen Theatertruppen auf den Bühnen des russischen Imperiums im XX. Jahrhundert, tauchen in die szenischen Experimente von Les Kurbas, erfahren über die Heldentat der Schauspieler des Opernhauses während der Nazi-Besetzung der Stadt, über die Illegale- Schauspielerin Raisa Okipna und sogar darüber, wem das Theatre für dessen Rettung im Jahr 1941 zu verdanken hatte – … den deutschen Sappeuren.
Kiewer Staatsoper, deren Gebäude mit solcher Meisterschaft und Sorgfalt gebaut worden ist, dass die erste Überholung erst nach acht Jahrzehnten benötigt wurde, stellt ein hervorragendes Vorbild der architektonischen und technischen Lösung dar. Das letzte Meisterwerk des Petersburger Architekten I. Schröter, sein „Schwanengesang“, es gilt als eine der besten Opernbühnen der Ukraine neben Opern-und Ballett-Theatern in Odessa, Lvov und Tschernovzy. Würden Sie sich im Theaterinneren finden, ließe sich die „starre Musik“ dessen Architektur hören. Sehen Sie sich die Verzierung der Säulen, Paradentreppen und Korridore an, bewundern den ornamentalen Schmuck des Zuschauersaales und der Bühne. Jedes Theater ist eigentlich die Verbindung von allerlei Künsten. Dies ist der echte Tempel sämtlicher Musen und jede davon würdig ist ihre eigene Position im Interieur des Theaters zu finden.
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| P. Stolipin |
Unsere Führung beginnt um 17.00 Uhr. Nach der Führung kann man entsprechender Ballett- bzw. Opernaufführung beiwohnen, wenn Sie die Eintrittskarten vorab erworben haben.
Adresse der Nationaloper: Wladimirskaja-Str., 50. Tel.: 279-11-69
Repertoire für Mai 2012:
01.05.12 – RAYMOND (А.Glasunow)
02.05.12 – AIDA (G. Verdi)
03.05.12 – SCHWANENSEE (P. Tschaikowsky)
04.05.12 – LA TRAVIATA (G.Verdi)
05.05.12 – ROMEO UND JULIA (S. Prokofjew)
07.05.12 - CHOWANSCHTSCHINA (М. Mussorgsky), Mariinski-Theater (Sankt-Petersburg)
08.05.12 – CARMEN-SUITE (G. Bizet – R. Schtschedrin)
09.05.12 – ZAPOROZHETS JENSEITS DER DONAU (S.Gulak-Artemovsky)
10.05.12 – CAPRISA (N.Paganini - М. Skoryk)
11.05.12 – RUSTICANA (P. Mascagni)
12.05.12 – NORMA (V.Bellini)
13.05.12 – BARBIER VON SEVILLA (G. Rossini)
15.05.12 – WIENER WALZER (J. Strauss)
16.05.12 – TURANDOT (J. Puchchini)
17.05.12 – DON QUIXOTE (L. Minkus)
18.05.12 – KREUZUNG (М. Skorik)
19.05.12 – DANIEL (М. Chemberzhi)
19.05.12 – CARMEN (G.Bizet)
20.05.12 – KONZERT
20.05.12 - KREUZUNG (М. Skorik)
22.05.12 - SCHWANENSEE (P. Tschaikowsky)
23.05.12 – LIEBESGETRÄNK (G. Donitsetti)
24.05.15 – MEISTER UND MARGARITA (Ballett- Phantasmagorie nach M. Bulgakow)
25.05.12 – EUGENIY ONEGIN (P. Tschaikowsky)
26.05.12 – Galakonzert «Kijanotschka»
27.05.12 – BORISPHEN-HERRSCHER (Е. Stankovitsch)
29.05.12 – NUSSKNACKER (P.Tschaikowsky)
30.05.12 – MANON LESCAUT (G. Puccini)
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