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Der Alexander-(jetzt Wladimir-) Abstieg am Ende des 19. Jahrhunderts,Kiew
 
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Der Alexander-(jetzt Wladimir-) Abstieg am Ende des 19. Jahrhunderts,Kiew
Montag, 15 Juli 2019

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Museen in Kiew > Museum "Kyrill-Kirche – architektonisches und historisches Denkmal des XII. Jahrhunderts"

 

Kyrill-Kirche, Kiew

 Gottesmutter von Michail Wrubel.

Altar in der Kyrill-Kirche, Kiew.

 

  Die Eigentümlichkeit dieses Gotteshauses besteht in seiner Authentizität. Nach der Sophien- Kathedrale ist diese Kirche die zweite in Kiew, welche seit der alten Zeiten der Kiewer Rus in deren ursprünglichen Mauern erhalten ist und dazu die altrussische Malerei aufbewahrt. Um diese Kirche herum entfalteten sich die tragischen Ereignisse vieler Jahrhunderten, von denen die schwersten auf das XX. Jh. fielen, doch die Kyrill-Kirche bleibt auf dem hohen Hügel unerschütterlich stehen und ihre würdige „Haltung“ einer Kirchen-Festung haltend. Es kann ohne Übertreibung gesagt werden, dass sich die Jahrhunderte an diese Kirche geradezu „zerschlagen“.

 Die Fresken der altrussischen Meister verbinden sich mit den Meisterwerken des hervorragenden Malers Michail Wrubel. Seine Darstellung  von Gottesmutter wird mit "Sistine Madonna" verglichen. In dieser Kirche wirkten auch die hervorragenden ukrainischen Maler I. Izhakewitsch und M. Pimonenko. Die Synthese verschiedener Kulturen und Kunstschulen bilden eine der Besonderheiten der künstlerischen „Verzierung“ des Kirill-Gotteshauses.

 Diese Kirche war die letzte Ruhestätte einer der altrussischen Fürstenfamilie. Später entstand auf dem Territorium der Kirche ein Kloster, das von den Bolschewiken (Kommunisten) zerstört wurde. Heute gibt es die Aussichten dieses wiederherzustellen.

 Die altrussische Architektur ist sehr zugänglich in diesem Gotteshaus und lässt sich beinahe wie in einem Buch „lesen“. Die in XVII-XVIII. Jahrhunderten vorgenommene Restaurierung verlieh der Kirche äußerlich die Züge des damals herrschenden sog. ukrainischen Barockstils, doch der Grundriss sowie der ganze Bauplan der Kyrill-Kirche stammen aus dem XII. Jh. und sind erhalten. Der Eindruck der großen Innerräumlichkeit dieser Kirche ist durch das geschickt ausgewählte Maßstab sowie den Stil und Größe der Freskomalerei zu verdanken.

Insgesamt sind bis 800 m² von altrussischen Fresken erhalten geblieben, die einmalig sind und solche Analogen keine Denkmäler der Weltorthodoxie besitzen. Hier ist zum ersten Mal in den altrussischen Kirchen des XII. Jahrhunderts  „Jüngstes Gericht“ dargestellt ist. Besonderer Aufmerksamkeit verdient  der Heiligenlebenszyklus von Kirill und Aphanasij Alexandrijskys. Ein echtes Meisterwerk ist nach ihrer Interpretierung eine eigenartige Freske „Engel, der den Himmel dreht“.

Michail Wrubel hatte außer wunderbarer Darstellung von Gottesmutter noch bewundernswerte Fresken „Hinuntergehen des Heiligen Gesites“, „Eucharistie/das heilige Abendmahl“, «Einzug von Christi in Jerusalem“, „Verkündigung“, „Mariä Reinigung/Mariä Lichtmess“ sowie die Darstellunden von Aposteln Peter und Paulus geschrieben. Diese Meisterwerke gelten als „Schwanengesang“ des Grossen Malers.

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 Stellvertretende Generaldirektorin des Nationalen Pflegestätte der Geschichte und Kultur „Kiewer Sophie“ Frau Irina MARGOLINA:

 „KYRILL-KIRCHE HAT NOCH NICHT ALLE GEHEIMNISSE OFFENBART“.

 

Irina Margolina

Würden Sie einmal von Ihrer Seele bzw. aus reiner Neugierde zum Besuch der Kirillkirche gemahnt, merken Sie folgendes:  Eintritt in die Kirche erfolgt die Stufen hinunter, ca. halbes Meter tiefer als die übliche Ebene für Fußgänger und Stadtverkehr. Daraus folgt, dass beim Betreten der Kirchenschwelle geraten Sie… ins XII. Jahrhundert.  D.h. Sie erreichen dadurch diejenige Kulturschicht des Reliefs, auf der einst das alte Kiew und dessen Umgebung lagen.

 

„Millionenmal“ diese Stufen hinauf- und hinabsteigend, baute Irina Margolina für sich selbst eigene Laufbahnstufen seit vielen Jahren ihrer Tätigkeit: sie fing als wissenschaftliche Mitarbeiterin in dieser alten kulturellen Sehenswürdigkeit an, verteidigte  die Qualitätsdissertation und ist heute die Stellvertretende Generaldirektorin der Nationalen Pflegestätte der Kultur und Geschichte „Kiewer Sophie“, zu deren Bestand auch Kyrill-Kirche gehört.

- Ich habe dort tatsächlich alle Stufen im direkten und undirekten Sinne des Wortes überwältigt, erzählt Frau Irina Margolina. – Zuerst dachte, dass ich alles über die Kyrill-Kirche weiß. Doch mit der Zeit, je tiefer ich mich in die Zeiten unserer Vorfahren tauchte, desto mehr verstand ich: Kyrill-Kirche hält in sich noch sehr vieles geheim, was ich nicht weiß. Ich begriff: man muss die Informationen und Kenntnisse sammeln.  Schon die ersten Besuche der Bibliotheken hatten mich verblüfft: auch die Forscher, die an „meiner“ Kirche arbeiteten und diese Arbeit fortsetzen, wissen auch wie ich noch vieles nicht!

 

Kyrill-Kirche. Westliche  Fassade. Heutiges Aussehen.

 Warum, z.B., die Kirche zu Ehren des Kyrill aus Alexandria genannt worden war? Es stellt sich heraus, dass sogar, wie es scheint, so eine „oberflächliche“ Frage für die Forscher  ein Streitpunkt ist. Ich beachtete auch noch eine Angelegenheit: die Fresken der Kirche sind endgültig und sicher nicht erforscht... Das heißt, all dies muss unbedingt ermittelt werden! Um die argumentierten Antworten auf alle diesen Fragen geben zu können, sollte eine bestimmte Konzeption entwickelt und diese dann begründet und bewiesen werden. Deshalb fang ich an die historischen Quellen und Archivunterlagen zu studieren. Noch der Kompliziertheit des ganzen Vorhabens bewusst, begann ich meine eigene „Recherche“. Bisher wurde dieses einmalige Denkmal der Geschichte getrennt bzw. separat von den Architekten, Kunstwissenschaftlern, Archäologen untersucht und erforscht... Ich habe sämtliche Ergebnisse ihrer Erforschungen gesammelt, verglichen und systematisiert. Kurzum, untersuchte ich die Kyrill-Kirche vom kulturologischen Standpunkt aus.

 

 Wissen Sie, wenn man sich mit Respekt und Liebe an diese Sehenswürdigkeit wendet, sie beantwortet gerne alle dich interessierenden Fragen. Sie enthält in sich selbst die Informationen; man muss nur verstehen diese zu lesen – durch Fresken, Architektur, Geheimgänge… Es gibt übrigens in der Kirche einen sehr interessanten Geheimgang, der keinen Analog (keinen ähnlichen) in der Welt hat: in südlicher Apside ist ein Mannloch an der Mauer mit dem Ausgang über der Ikonenwand verlegt. Wozu? Viele Forscher stellten sich diese Frage. Ich habe meine eigene Antwort gefunden... In vielem bleibt Kyrill-Kirche für uns ein Rätsel. Sie hat noch nicht alle Geheimnisse nicht preisgegeben.

  

 — Frau Irina, worin liegt die Eigenart der Kyrill-Kirche?

— Vor allem in ihrer Authentizität. Nach Kiewer Sophie ist sie das zweite Gotteshaus, das in eigenen ursprünglichen Wänden seit der Alten Rus erhalten ist. Die Kirche ist im XII. Jahrhundert gegründet worden und ist, zum Glück, bis heute in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Fast vollständig ist deren Innenausstattung seit uralten Zeiten erhalten geblieben. An den Wänden sind ca. 800 m² Freskomalerei des XII. Jahrhunderts mit einmaligen Sujets. Einige davon sind Meisterwerke, über welche (ähnliche) keine alten Sakraldenkmäler der Monumentalmalerei weltweit verfügen. Dies bedeutet, dass es solche Fresken nur in Kiew und nur in der Kyrill-Kirche gibt. Dieses Gotteshaus besitzt außerdem die Meisterwerke des hervorragenden russischen Malers Michail Wrubel. Das ist wahrscheinlich die einzige Monumentalmalerei des großen Künstlers, die in so großer Menge  und so tadelloser Qualität existiert.

Und noch dazu – die Werke der ukrainischen Maler des XIX. Jahrhunderts. Sie haben einen großen künstlerischen Wert. Gerade jetzt erforschen wir sehr gründlich jene Periode. Denn in der ersten Zeit nach der Erklärung der Kyrill-Kirche als Museum, wurde der Akzent   vorwiegend auf die Fresken von Wrubel gelegt. Die Werke der ukrainischen Maler wurden dadurch außer Acht gelassen. Jetzt wird das Versäumte nachgeholt.

 

F. Solnzev. Kyrill-Kloster neben Siedlung Kurenjovka.
 Aquarell. 1843
Kyrill-Kirche.  Interieur

 — Wie hat es denn gelungen dieses einmalige Denkmal der Kultur zu erhalten?

— Das „Hauptverdienst“ liegt in der Kirche selbst, deren Architektur, Lageplatz... Doch, sehr wichtig ist auch, dass Kyrill-Kirche rechtzeitig als Museum erklärt wurde.

Ich hab schon erwähnt, dass sie als Filiale im Bestand der Nationalen Pflegestätte für Kultur und Geschichte „Kiewer Sophie“ seit 1965 ist und seit 1994 zu deren Abteilung wurde. Als Museum gilt sie eigentlich seit 1929 und im vorigen Jahr haben wir den 80-en Jahrestag des Museums gefeiert. Gerade 1929 Jahr wurde zum markanten und sehr wichtigen in der Geschichte der Kirche: die jenen grausamen Zeiten kennzeichneten sich durch die Massenvernichtungen von Denkmälern der Sakralkultur und selbst die Tatsache, dass Kyrill-Kirche den Status des Museums erhielt, bedeutete für sie die echte Rettung. Obwohl im Jahre 1936 wurden doch der Glockenturm des Kyrill-Klosters vernichtet.

Ist möglich, dass es keinen besonderen Sinn gab den Anschlag auf Kyrill-Kirche zu machen noch dadurch, dass sie damals weit ab vom Stadtzentrum lag. Bekanntlich ist, dass die damalige Stalin-Macht die Michael-Kathedrale gesprengt hatte und ähnliche Perspektive auch der Sophien- Kathedrale drohte, weil sie im direkten Stadtzentrum standen und an deren Stelle beabsichtigte man die Regierungsbehörden sowie allerlei Wahrzeichen der Machthaber zu errichten.   

— Wie ist es zu erklären, dass sich die Kyrill-Kirche gerade hier im Randgebiet des alten Kiew „versteckt“?

— So entschied der Fürst Wsewolod von Tschernigow (späterhin schon Fürst von Kiew)  nachdem er im Jahre 939 die unter der Regentschaft des Fürsten Wjatscheslaw befindliche Stadt in Besitz genommen hatte. Gerade in diesem Aufmarschgebiet Dorogozhichi fanden die erbitterten Kämpfe um Kiew.  Laut dem Forscher Sakrewsky, war gerade hier die Erde mit Blut begossen und den Knochen bedeckt.  Kiew eingenommen, verstand Wsewolod als großer Stratege: er hat nicht „Eigenes“  besetzt und andere Fürsten würden ihn zweifellos überfallen.  Höchstwahrscheinlich sind diese von der Richtung Dorogozhichi zu erwarten, weil dieser Ort das beste  Aufmarschgebiet für Überfälle galt. Was ist in solcher Situation zu unternehmen? Den Ort zu befestigen. Und wie? Eine Kirche-Festung zu bauen. Deswegen gilt Kyrill-Kirche nicht nur als ein Sakralbauwerk, sondern von Anfang an erfüllte sie Doppelfunktion: religiöse und  verteidigende. Dadurch hat das Bauwerk sehr robuste Mauern. Im zweiten Stock gibt es die kleinen Fenster, die den Schießscharten seht ähnlich sind. Kurzum, es sind alle Merkmale vorhanden, wovon zu verschiedenen Zeiten die Forscher schrieben: Kirche – Festung, sie wurde zum „logischen Schritt“ seitens Fürsten Wsewolod für die Befestigung der Umgebung Kiews.

 - Das Gotteshaus überrascht durch seine Standhaftigkeit: seine dicken Mauern – ist gut, doch ist der schlechte Ruf von losen Abhängen der Dorogozhichi – Ortschaft bekannt...

 — Die Kirche ist tatsächlich am weiten Stadtrand des uralten Kiew gegründet worden, welchen die Leute Dorozhichi oder Dorogozhichi nannten. Wo kommt dieser Name her? Hier kamen zahlreiche Wege und Landstraßen zusammen. Sie waren nicht einfach und oft unwegsam, weil auf „Zhichi“ lagen, was in der Übersetzung „Sumpf“ bedeutet. Dies kommt auf den Namen „Dorogozhichi“ zurück (Doroga – Weg bzw. Straße). Unsere Vorfahren hatten gesunden Menschenverstand und verstanden sehr gut, wo und wie solches Bauwerk wie Kyrill-Kirche gebaut werden konnte. Sie wäre nie auf dem Sumpfboden errichtet worden.  Die Kirch steht auf dem Lössbodenabhang. Fast der ganze nördliche Teil der Ukraine hat den Lössboden, der die Bauwerke zuverlässig hält und auch der Kyrill-Kirche  sicheres Bestehen  gewährt.

 

Der heilige Kyrill belehrt  den Zaren.
 Heiligenleben von Kyrill und Athanasius aus Alexandria.
Fresko XII. Jh. Südliche  Apside
Engel, der den Himmel  in die Rolle einwickelt. Das jungte Gericht.
Fresko XII. Jh. Ostpylon der südlichen Säule von Nartex
Igumen Innokenty Monastirsky.
 Tempera,  XVII. Jh.  
Ch. Platonow. Taufe Christi. XIX. Jh.
Süd-Westliche Wand des Querhauses
M. Wrubel. Ausgießung  des Heiligen Geistes auf die Apostel.
1884, Ölmalerei. Decke des Chors
M. Wrubel.  Madonna mit dem Kind. 1885.
Zinkplatte, Öl, Vergoldung

 In der Nachkriegszeit hatte der bekannte ukrainische Architekt Cholostenko während der Untersuchung des Zustandes dieses Gebäudes dennoch folgendes entdeckt: durch zentrale Apside der Kirche läuft ein großer Riss. Man begann den Grund zu klären, indem die Archivdokumente studiert und bestimmte Forschungen durchgeführt wurden. Es wurde herausgestellt, dass die Kirche auf den Höhlen steht. Diese ähneln den Höhlen im Kiewer Höhlenkloster, sind doch wesentlich breiter…

In diesem Zusammenhang sind die Erinnerungen noch eines Forschers Simin zu erwähnen. Er wurde zu Höhlen von der nördlichen Seite der Kirche von einem Aufseher begleitet. Simin schreibt: wir traten in die Höhlen ein, dort standen quer im Gang die Särge; wir sind ca. 20 m vorwärts gegangen, weiter standen die gekreuzten Balken, die die Decke stützten. Wir wagten uns nicht weiter zu gehen... Das ist die einzige Information und einziges Zeugnis. Ich machte mich lange auf die Suche nach weiteren evtl. Angaben über die Höhlen. Diese werden auch von Archäologen Samailowsky und Akademiker Tolotschko erwähnt... Sie nennen doch nur den Fakt ihrer Existenz. Dies bedeutet, dass nur der Forscher Simin die Höhlen teilweise gesehen hatte. Ist nicht ausgeschlossen, dass nach dem Zweiten Krieg die Eingänge zu Höhlen zugemauert worden waren. Den Weg zu Höhlen kann heute schon niemand zeigen. Daraus mache ich die logische Schlussfolgerung: die Höhlen der Kyrill-Kirche sind tatsächlich den Höhlen im Höhlenkloster ähnlich, doch sind viel breiter, weil die Särge dort quer und nicht entlang  dem Höhlengang stehen, wie der Fall im Kiewer Höhlenkloster „Lavra“ ist.

 — Ob Sie sich für die Herkunft dieser Höhlen interessierten?

— Es gibt in der Chronik keine Informationen diesbezüglich. Existieren nur die wissenschaftlichen Annahmen und Versionen. Eine davon bezieht sich darauf, dass in diesem Ort ständig irgendwelche Truppen lagerten. Der erwähnte Lößgrund ist sehr günstig für die Errichtung jeglicher Behausungen, wie z.B. Höhlen. Wenn hier einst die Verteidigungs-- bzw. Angriffstruppen kampierten, so konnten diese für sich  Zufluchthöhlen, Wirtschaftsräume etc. ausgegraben haben… Einige sind der Ansicht, dass diese Höhlen von Urmenschen als Aufenthalte ausgegraben worden waren. Und erst als hier die Kirche entstand, benutzten die Mönche diese Höhlen für eigenen Bedarf und konnten sie auch erweitern.

 — Die Höhlen sind zugemauert, doch die Hohlräume sind dadurch gar nicht verschwunden. Ob es dem Bauwerk nicht gefährdet?

— Die verschiedenen vorgenommenen Untersuchungen betreffs dieses Themas sagen: die Höhlen stellen keine Gefahr für das evtl. Einsinken der Kirchenmauer und die Entstehung von Rissen dar. Wir sind noch weiter gegangen – die kompletten Maßnahmen gegriffen hatten. Vor einigen Jahren wurde die sichere Hydroisolation um die Kirche herum gemacht. Im XII. Jahrhundert lag die Kyrill-Kirche auf einer bestimmten Kulturschicht des Bodens, verstehen Sie? Heute treten wir in die Kirche die Treppen hinunter ein. D. h., wir steigen von der jetzigen höheren Kulturschicht bis zur Ebene des XII. Jahrhunderts 50-60 cm. tiefer hinab. Diese Grund-Differenz umsäumt das Bauwerk wie eine Art „Grundgurt“ von der Dicke 50-60 cm. Dies bedeutet auch, dass die Kirche „saugt“ das Grundwasser  gerade aus diesem Grundgurt an. Genau zu sagen, saugte früher. Auf Kosten der Mäzene wurde eine qualitative Wasserabdichtung gemacht und eine Anlage  im Inneren der Kirche installiert, welche die naturgemäße Feuchtigkeit der Kirchenmauer ausgleicht  und kontrolliert.

Als uns neulich die UNESCO- Sachverständigen besuchten, waren sie fast auf 100% mit dem Zustand der Kyrill-Kirche zufrieden geblieben.  Keine Ansprüche wurden uns geäußert bzgl. der eventuellen Gefahren in der Pufferzone oder auf den Abhängen, wo die Kirche steht.

 

— Ob Kyrill-Kirche das Interesse für UNESCO darstellt?

— Wir haben sie zusammen mir der Andreas-Kirche für die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes der Menschheit nominiert, dabei die beiden zu „Kiewer Sophie“ und Kiewer Höhlen-Kloster „Lavra“ einbezogen, die schon seit 1990 in diese Liste eingetragen sind. Die benötigten Unterlagen wurden vorgelegt, die durch UNESCO positiv eingeschätzt sind. Es ist geplant, dass diese wichtige Frage im Jahre 2013 erörtert werden soll.

— Frau Irina, Sie betonten darauf, dass Kyrill-Kirche von Anfang an eine Doppelfunktion trug – diente als ein sakral- Verteidigungsbauwerk. Kann man sie heute als sakral- Museumsbauwerk nennen?

— Ich würde sagen umgekehrt: Museums-Sakralbau.  Weil sie zuallererst das staatliche Museum und die Abteilung der Nationalen Pflegestätte „Kiewer Sophie“ ist. Erst sein         1995 wurden in der Kirche die Gottesdienste wiederbelebt. Es wurde eine beiderseitige Vereinbarung zwischen Patriarchat und Museum über die gemeinsame Benutzung der Kyrill-Kirche unterzeichnet. Es wurde das wichtigste erreicht – diese Übereinstimmung ist vor allem für die Kirche wichtig: Gottesdienste werden nur am Wochenende und zu großen religiösen Festen erteilt, die Kerzen werden nicht angesteckt, um die uralten unschätzbaren Fresken nicht zu verrußen, über den Ikonen von Wrubel werden die Icon-Lampen nicht gehängt. In solchen schonenden Verhältnissen kann das historische Denkmal erfolgreich zum allgemeinen Wohl weiter existieren.

 

— Welche Museumsarbeiten, außer Führungen, werden eigentlich in der Kyrill-Kirche durchgeführt?

— Die erste und die wichtigste Aufgabe der kleinen Museumsbelegschaft, die unmittelbar im Gotteshaus tätig ist, besteht in der Aufbewahrung dieses historischen und kulturellen Heiligtums damit es noch lange den Menschen dienen könnte. Wir unternehmen alles Mögliche, um die aktive Entstehung von Rissen zu verhindern. Die Risse sind leider vorhanden und sie werden auch künftig entstehen, wie mit den Jahren entstehen unvermeidlich die Fältchen auf unserem Gesicht…  Gott sei dank, dies gescheht nicht aktiv.

Es wird ständige Überwachung der hydrogeologischen und  geophysikalischen Lebensbedingungen der Kirche durchgeführt.  Dachboden der Kirche wurde durch wasserbeständiges Material gesichert, das Dach mit dem Kupferblech überdeckt und grün gestrichen.  Die grüne Farbe der Kuppel tauchte übrigens im XVIII. Jahrhundert auf und symbolisiert die Wiedergeburt der Ukraine. Gerade in damals entstand der ukrainische Barock, begann  der allgemeine Aufschwung der ukrainischen Kultur... Der Hauptschatz der Kyrill-Kirche heute ist die Monumentalmalerei. Deshalb wird deren Restauration ständig und sorgfältig  vorgenommen.

Außerdem haben wir das Fundament des 1936 zerstörten Glockenturmes untersucht. Wir träumen  von Wiederherstellung dieses Bauwerkes. Es ist nach dem Projekt des berühmten Baumeisters Grigorowitsch-Barsky seinerzeit gebaut worden. Es war seine Perle – der erste Versuch auf dem Territorium der Ukraine in einem Bau drei Zweckbestimmungen  zu vereinen: Glockenturm selbst, Einfahrtstor in die Festung sowie die Kirche. Das Wiederaufbauprojekt ist eigentlich schon ausgearbeitet. Wir benötigen nur die Investitionen…

Media Center «Prime Excursion Bureau».

Oktober 2010.

 



Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte \ Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte "Kiewer Sophie"

Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt  aktivem Höhlenkloster Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt aktivem Höhlenkloster

Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine  Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine

Museum der „Mikrominiaturen“  des Großen Meisters Nikolai Sjadristy Museum der „Mikrominiaturen“ des Großen Meisters Nikolai Sjadristy

Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine   Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine

Kiewer Museum der russischen Kunst    Kiewer Museum der russischen Kunst

Museum der Künste namens Bogdan und Barbara Chanenko (Kiewer Museum der Westlichen und Orientalichen Kunst) Museum der Künste namens Bogdan und Barbara Chanenko (Kiewer Museum der Westlichen und Orientalichen Kunst)

„Schokoladenhaus“ (Filiale des Kiewer Museums der russischen Kunst) „Schokoladenhaus“ (Filiale des Kiewer Museums der russischen Kunst)

Das Nationale Kunstmuseum der Ukraine Das Nationale Kunstmuseum der Ukraine

Museum der Volksarchitektur und Lebensweise  (Pirogovo)   Museum der Volksarchitektur und Lebensweise (Pirogovo)

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Museum des Buches und des Buchdrucks der Ukraine     Museum des Buches und des Buchdrucks der Ukraine

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Museum \ Museum "Kyrill-Kirche – architektonisches und historisches Denkmal des XII. Jahrhunderts"

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Gedenkmuseum des Medizinakademikers N. Strazhesko Gedenkmuseum des Medizinakademikers N. Strazhesko

Nationales Medizinmuseum der Ukraine Nationales Medizinmuseum der Ukraine

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Museum der sowjetischen Okkupation Museum der sowjetischen Okkupation

Museum des Kulturerbes Museum des Kulturerbes

Das staatliche historische Mahnmal „Massengrabstätte in Ortschaft Bikownja“ Das staatliche historische Mahnmal „Massengrabstätte in Ortschaft Bikownja“

Museum von Shalom Aleichem Museum von Shalom Aleichem

Zentrales Museum der Streitkräfte der Ukraine Zentrales Museum der Streitkräfte der Ukraine

Zentrales Museum des Staatlichen Grenzedienstes der Ukraine Zentrales Museum des Staatlichen Grenzedienstes der Ukraine

Museum des ukrainischen Schriftstellers Ivan Gontschar Museum des ukrainischen Schriftstellers Ivan Gontschar

Museum des Kosakentums (Hetmantums) Museum des Kosakentums (Hetmantums)

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Museum des Wassers (Wasser -Informationszentrum) Museum des Wassers (Wasser -Informationszentrum)

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Kiewer literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Dichters P. Titschina Kiewer literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Dichters P. Titschina

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Das staatliche historische Gedenkschutzgebiet „Lukjanovskoje Friedhof“   Das staatliche historische Gedenkschutzgebiet „Lukjanovskoje Friedhof“

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Museum der ukrainischen Ikone  \ Museum der ukrainischen Ikone "Geistige Schätze der Ukraine"

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