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Stadt Tschernigov, Eletskiy-Kloster  11. Jh , Kollegium 16. Jh., Erlöser-Kirche 11. Jh., Katherinas Kirche 18. Jh.
Montag, 15 Juli 2019

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Museen in Kiew > Museum der Geschichte des St. Michael-Klosters

 

 

 

Michael-Goldkuppel-Kathedrale, Kiew.

Vergoldetes  Hochrelief von Archistratigus  Michael.

 Exposition des Museums der Geschichte des Michaelklosters, Kiew.

 

 Museum der Geschichte des St. Michael-Klosters wurde im Juni 1998 gegründet – sofort nach dem Beginn der Wiederherstellung des ehemaligen Klosters. Die meisten archäologischen Funde sollten systematisiert werden. Gleichzeitig entstand das Konzept des Museums: auf dem Beispiel der Geschichte des vernichteten Klosters das Schicksal von zahlreichen sakralen Bauwerken in Kiew in der grausamen Epoche von „Bolschewiken“ (Kommunisten) zu zeigen. Die Vernichtung der Michael-Kathedrale samt Kloster wurde zum Höhepunkt der antireligiösen Barbarei, deshalb wird die Museumsexposition in zwei Bereiche aufgeteilt: der Saal im Erdgeschoß erzählt über das Kloster selbst, dessen Rolle in der Geschichte und Kultur  der Ukraine, exponiert die unschätzbaren Funde aus dem ehemaligen Kloster; der Saal auf der ersten Etage ist dem Kampf von „Bolschewiken“ mit den Denkmälern des religiösen Kultus gewidmet und erzählt auch über die einmalige Geschichte der Wiederherstellung der berühmten Kathedrale.

 

 Im Museum, das im Glockenturm und im anschließenden Gebäude der Barbara- Mönchszellen untergebracht ist, sind die Baumodelle und die Darstellungen der Kathedrale in verschiedenen historischen Epochen, Baumaterialien, aus denen diese gebaut wurde sowie die Fragmente von Fresken und Mosaiken zur Schau gestellt. 

 Der bedeutende Teil des Museums sind die Funde, die während der Ausgrabungen des Klosterterritoriums in der Zeit 1994-99 gefunden wurden. одах. . Der sensationelle Fund dabei ist eine Steinmetzplatte mit der Darstellung des heiligen Kriegers, welche aus dem XI. Jahrhundert stammen sollte. Ein weiteres wertvolles Exponat, dass buchstäblich im Müllhaufen neben der Kiewer Fachmalereischule 1956 gefunden wurde, ist das vergoldete Hochrelief von Archistratigus Michael. Das ist ein wunderbares Meisterwerk des XVII-XIII. Jahrhunderts, das an der Hauptfassade der Kathedrale ursprünglich angebracht war und heute ist dort dessen Nachbildung zu sehen.

Man kann auch im Museum das silberne Zarentor aus dem Jahre 1811 zu sehen, das früher den Hauptikonostas  schmückte.  

Im Museum sind die Porträts von Kiewer Metropoliten, ukrainischen Kosakenanführer- Hetmanen, Klostervorstehern ausgestellt. In den Schaukasten – die alten Druckausgaben und die geistige Literatur aus XVIII-XIX. Jahrhunderten, welche über die historisch- kulturelle Bedeutung des Klosters und dessen Hauptkirche erzählt.

Im ersten Stock unter dem Glockenturm ist die Ausstellung untergebracht, welche über die Tragödie dieser Kathedrale sowie vieler anderen Kiewer Kirchen in grausamen 1930-er Jahren des Stalin-Regimes erzählt. Nach der Verlegung der Hauptstadt der Ukraine auch Kharkow in Kiew sind innerhalb von fünf Jahren über 30 Kirchen vernichtet worden. Hier zeigen die Fotos jener Zeit die barbarische Ausplünderung und Zerstörung des Michael-Kathedrale, Abnahme deren legendären Fresken, die Dokumente, aufgrunde deren das tragische Schicksal des Klosters entschieden wurde. Drauf stand, dass die Kathedrale „kleinen künstlerischen Wert“ besitzt. An den Wänden dieser Ausstellung sind zahlreiche Darstellungen von Kirchen ausgehängt, die schon wiederherzustellen sind. Der Martyrologe von mutigen Wissenschaftlern, die zum Schutz des Klosters wagten, klingt an gleichen  Martyrologe von Bauwerken an, die zum Opfern des „roten Feldzuges“ gegen den Glaube wurden. 

 Im selben Teil der Exposition kann man mit den Projekten und Beschlüssen über die Wiederherstellung des Klosterkomplexes  vertraut gemacht werden.


 

 

Leiterin des Museums der Geschichte von Michael-Kathedrale Natalija Seliwatschewa

Leiterin des Museums der Geschichte von Michael-Kathedrale Natalija SELIWATSCHEWA:
«IN DER WIEDERGEBURT DER MICHAEL-KATHEDRALE BETEILIGTE SICH DIE GANZE UKRAINE»

Die Geschichte des St. Michael Goldkuppel-Klosters, das sich im Herzen Kiews befindet, u zw. im oberen Teil des Parks   „Wladimir-Berg“, ist untrennbar mit der Geschichte der Christianisierung in Kiewer Rus verbunden. Die Forscher verbinden die Gründung des alten Michael-Klosters auch mit dem ersten Kiewer Metropoliten Michail (Michael) und der vom Fürsten Wladimir dem Großen 988-992 durchgeführten Taufe der Kiewer Rus. Wladimir der Große ließ sofort nach der Einführung der neuen Religion die  heidnischen Götzen samt deren Tempel zu vernichten, der sich an der Stelle heutigen Klosters befand.  Die Annalenschreiber berichteten, dass Michael-Kloster dem Archistratigus Michael nicht einfach geweiht worden war, sondern dem Wunder, das sich durch den   Sturz des bösen Engels vom Vorsteher des Himmelheeres Michael erklärt.

Erzengel Michael galt als Hauptbeschützer im Byzantinischen Imperium, er war  der Himmelspatron von Imperatoren-Heerführern und ihrer Heeren.

 Das Schicksal des Michael-Klosters gestaltete sich dramatisch. Fast 8 Jahrhunderte stand es den Andrängen zahlreicher Feinde stand, doch wurde in 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts durch bolschewistische Gottlosen zerstört (genau zu sagen gesprengt).

 

Michael-Kathedrale heute

 Die neue Geschichte der Michael- Golgkuppel-Kathedrale fängt im dritten Jahrtausend an, als das alte Gotteshaus seine Wiedergeburt erlebt hatte. Gleichzeitig wurde das St. Michael- Mönchskloster wiedergeboren, auf dessen Gelände das Museum seiner Geschichte entstand. Die Leiterin des Museums Frau Natalija SELIWATSCHEWA macht uns mit der Geschichte des Klosters etwas näher vertraut.

 

 

 — Vermutlich standen an diesem Ort immer die Kirchen, aber aus Holz, − erzählt Frau Natalija, − doch die ersten glaubwürdigen Geburtsurkunden  über die Entstehung von St. Michael-Steinkirche sind in den Chroniken unter dem Jahr 1108 datiert, wo eingetragen ist, dass „Grundstein der St. Michael-Kirche vom Fürsten Swjatopolk im Juli Monat   am elften Tag gelegt war“. An diesem Tag wurde der Todestag der Großfürstin Olga begangen, und der in diesem historischen Dokument als Gründer dieser Kirche erwähnte Fürst, ist der direkte Nachkomme der ersten Kiewer Fürsterin-Christin. Es geht um den Fürsten Swjatopolk II, Enkel vom Großfürsten Jaroslaw dem Weisen.  Swjatopolk II ließ im Zeitraum 1108-1113 die Klosterkirche bauen und widmete sie seinem Himmelspatron Erzengel Michael.

 

St. Michael-Kloster am Anfang des XX. Jahrhunderts. Diorama im Museum Panorama der Stadt mit dem Kloster. Chromolithographie 1911 St. Michael-Kathedrale. Foto Anfangs XX. Jahrhunderts

 Die Geschichte der Entstehung von St.Michael-Klosters war eigentlich von jeher mit zahlreichen ungewöhnlichen und geheimnisvollen Legenden und Sagen umhüllt,   welche die Aufmerksamkeit nicht nur der Pilger und Weltreisenden, sondern auch der Forscher und Historiker auf sich zogen. So z.B., eines der bekanntesten ungewöhnlichen göttlichen Wunder ist in Nikon-Chroniken des XVI. Jahrhunderts unter dem Jahr 1109 eingetragen worden. Es wird hier berichtet, dass auf Michael-Kirche ein unbekannter Vogel erscheinen sollte, „der  wie ein Widder groß war, strahlte alle mögliche Farben aus, ununterbrochen sang und viele Wonnen rief er hervor. Der Vogel saß auf der Kirche sechs Tage und flog dann weg. Niemand hatte ihn nachher wieder gesehen…“. Die Zeitgenossen dachten, dass es ein Engel sein sollte, der den Fürsten Swjatopolk (christlicher Name Michael) und Wladimir Monomach half das Nomadenvolk Polovzy ein Jahr später in der Schlacht am Fluss Salniza besiegen.  Seit jener Zeit ist der Hauptfronton der Kathedrale mit vergoldeter Gestallt des Erzengels Michael verziert, der zum Beschützer unserer Stadt und aller Kiewer wurde.

 

Kostbare Funde aus dem auf Michael-Berg gefundenen Schatz

 Die besondere Heiligkeit dieses Ortes und Schutz empfindet auch die Leitering des Museums Frau Natalija, die der Meinung ist, dass ihr Schicksal nicht zufällig mit der St. Michael-Kathedrale verbunden ist. − Mit diesem Ort ist meine besondere Geschichte verbunden, − erklärt meine Gesprächspartnerin. − Als die Schülerin besuchte ich die Sportschule, welche sich damals im Gebäude des alten Refektoriums befand. Nachdem in 20-er Jahren das Kloster geschlossen wurde, hatte man die ehemaligen Mönchszellen als Studentenheime benutzt. Das ehemalige Refektorium samt Kirche von St. Johannes dem Theologen wurden in einen Sportsaal umgebaut, wo verschiedene Sportsektionen funktionierten. Ich besuchte diesen Sportsaal sehr kurz, weil  ich mich hier ungemütlich fühlte und tauschte ihn bald gegen einen anderen. Selbstverständlich, konnte ich mir damals gar nicht vorstellen, dass ich in diesen Ort nach  vielen Jahren zurückkehre, um den Menschen über die erstaunliche Geschichte dieses geistigen Klosters zu erzählen.

 Ich erinnere mich gut an ein großes Ödland an der Stelle der zerstörten Kathedrale zurück – setzt Frau Natalija fort, − die Sowjetmacht plante unsere Stadt in ein Regierungsmusterzentrum der sozialistischen Ukraine nach der Verlegung der Hauptstadt 1934 aus Kharkow zu verwandelt. So eine mächtige Anlage wie St. Michael-Kloster passte gewiss gar nicht in die neuen Bauperspektiven der sowjetischen Hauptstadt und wurde deshalb auf grausame Weise zerstört (gesprengt). Damals in 30-er Jahren trauten sich wenige Leute der sowjetischen Macht zu widersetzen, es gab eigentlich solche Menschen, die ihren Mut eingesetzt hatten, um den historischen Schatz vor Vernichtung zu schützen. Es geht um sehr bekannte Wissenschaftler und die echten Patrioten Kiews – Fjodor Ernst,  Hippolyte Morgilevsky und Nikolai Makarenko. Sie hatten das gleiche Schicksal wie die St. Michael-Kathedrale – sie wurden erschossen.  Dennoch dank ihren Anstrengungen und Mühe, hatte es den Kunstwissenschaftlern gelungen, die Kathedrale zu erforschen und fotografieren sowie einige kostbaren Mosaikfragmente und Fresken abzunehmen, die ins Museumsstädtchen auf dem Gelände des Höhlen-Klosters übergeben wurden.  Später sind leider die meisten von diesen Rarität-Artefacts spurlos verschwunden oder in die Museen in Moskau, Nowgorod, Leningrad (Sankt-Petersburg) und andere Städte der UdSSR ausgeführt worden.

Mit der endgültigen Zerstörung der Michael-Kathedrale begann man 1935 indem  die seitlichen Kuppel abgebaut wurden und im Sommer 1936 ist das alte Gotteshaus einfach gesprengt worden. Der Glockenturm wurde schon etwas früher zerstört. Dadurch entstand auf dem ehemaligen Michael-Fürstenberg ein großes Ödland, mit dessen Bebauung durch verschiedene Regierungsgebäude und Anlagen nicht zurecht gekommen war, weil der Zweite Weltkrieg ausbrach. In solchem Zustand existierte dieser Ort bis Anfang 90-er vorigen Jahrhunderts. Im Jahre 1995 wurde die Verordnung des Präsidenten der Ukraine Leonid Kutschma über die Wiederherstellung von hervorragenden Denkmälern der Geschichte und Kultur verabschiedet. Es ging zuallererst um Maria-Himmelfahrt-Kathedrale im  Höhlen-Kloster und Michael-Kathedrale. Schon damals arbeiteten auf dem Michael-Berg die Archäologen und Wissenschaftler, die das alte Fundament erforschten... Diese Arbeiten dauerten von 1992 bis 1995 und wurden vom Institut für Archäologie der Akademie der Wissenschaften der Ukraine unter der Leitung des Professoren W. Charlamow vorgenommen. Während der Ausgrabungen wurden über 300  Grabstätten verschiedener Zeiten entdeckt sowie einen Schatz gefunden. Unter denen, wer diese wunderbaren Funde und Archivdokumente systematisierte und erforschte, war auch ich.

 

Hochrelief des Erzengels Michael aus  Fronton der Kathedrale.
Prägung, Kupfer, Gold. XVIII. Jh.
Schieferplatte mit Darstellung des heiligen Reiters.  XI. Jh. Zarentor der Ikonenwand.
1811

— Also, Sie beteiligten sich unmittelbar an der Wiedergeburt der Kathedrale... Was hatte sich Ihnen von damaligen Ereignissen ins Gedächtnis am besten geprägt?

       Alles lief so schnell, dass heute es mir als unmöglich vorkommt. Ich erinnere mich zurück, dass all die Arbeit fließend vonstatten ging, und dabei wurde es geradezu tags und nachts hindurch gearbeitet, weil man sehr eilig hatte... Lediglich in ein Paar Jahren hatte man mit gewaltigem Umfang von Arbeiten geschafft: solange sich die Archäologen an den Überresten der alten Kathedrale beschäftigten, wurde daneben der 49 m hohe Glockenturm in seinen ursprünglichen Formen im ukrainischen Barock-Stil errichtet; danach wurde es mit dem Bau der Kathedrale selbst angefangen. Man muss sagen, dass sich an der Wiedergeburt der St. Michael-Kathedrale die ganze Ukraine beteiligte. Es sind die Baumeister und Restauratoren zu erwähnen, die aus verschiedenen Regionen des Landes hier ankamen, die materielle Unterstützung erfolgte von nah und fern... Die Hauptmittel hatte gewiss der Staat zugeteilt, es gab doch viele Menschen, die    für dieses Bauunternehmen persönlich spendeten... Großes Geld überwiesen verschiedene Gesellschaften, Mäzene beinahe aus allen Ländern  der Welt – ukrainische Diaspora  im Ausland. Nach der Errichtung der Kathedrale wurden an deren Mauer zwei große Marmortafeln angebracht, auf denen die Namen von Sponsoren eingemeißelt sind. Die Kathedrale wurde am Stadtfest 1998 unter Mitwirkung des Patriarchen des Kiewer Patriarchates Filaret feierlich eingeweiht. Seit jener Zeit werden in dieser Kirche zwei Tempelfeste jedes Jahr gefeiert: am 21. November den Tag von St. Erzengel Michael und am letzten Samstag im Mai, als Kiewer  das Stadtfest begehen.

 

Freske, Anfang XII. Jh.
(Fragment des Ornamentfrieses).
Zurückgegeben 2001 aus Eremitage in St. Petersburg
Silberschrein für Reliquien der Märtyrerin St. Barbara Darstellung auf dem Vorsprung der Klostermauer:
St. Barbara heilt einen Sterbenden

 

— Frau Natalija, wodurch wurde die Entstehung des Museums initiiert?

— Das Museum entstand 1998 sobald der Glockenturm fertig gebaut wurde. In dem waren zwei Räume für die Exposition „Museum der Geschichte der St. Michael-Goldkuppel-Kathedrale“. Zu deren Grundlage wurden die Archivdokumentation und Fotounterlagen, in denen die historischen Angaben über die Zerstörung und Wiederherstellung  der Kathedrale fixiert sind sowie die archäologischen Funde, die dem Museum übergeben wurden. Es handelt sich hier vorwiegend um die Baumaterialien, Fragmente von Fresken, Muster von Wandschmalten, Fußbodenbelag, kostbaren Schmucksachen der XI-XIII. Jahrhunderten etc., die auf dem Territorium des Klosters gefunden wurden. Infolge dessen erweiterte sich die Museumsexposition bis zu fünf Sälen, die sowohl im Glockenturm, als auch im anliegenden Gebäude (Barbaras Zellen) untergebracht sind.

 

Fragmente der Museumsexposition

 

 Zum markanten Expositionsgegenstand wurde der sensationelle Fund – Schiefersteinmetz- Platte des XI. Jahrhunderts mit der Darstellung des heiligen Reiters, die im ersten Saal des Museums ausgestellt ist. Noch zu einem bemerkenswerten Exponat des Museums wurde das vergoldete Kupferhochrelief von Erzengel Michael (XVIII. Jh.), das einst   den Fronton der Kathedrale verzierte und durch ein Wunder heil geblieben ist. Es wurde zufälligerweise 1956 in einem Müllhaufen neben einer Malereischule von dem Professor P. Zholtowsky gefunden. Eine echte Zierde der Museumsexposition auf der ersten Etage ist das silberne Zarentor (Baujahr 1811) der Hauptikonenwand, das in 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts samt anderen  Sakralgegenständen der Michael-Klosters ins Museumsstädtchen des Höhlenklosters übergeben und neulich zurück gegeben worden sind.  

 

— Und wie ist die Sachlage mit den Wertsachen, die früher der St. Michael-Kathedrale gehörten und dann in die Museen anderer Städte, sogar anderer Länder geraten sind?

— 2001 sind in die Ukraine aus Russland die ersten vier Fragmente einmaliger Fresken des XII. Jahrhunderts zurückgekehrt, die vor der Zerstörung der Kathedrale von deren Wänden abgelöst worden sind. Drei Jahre später wurden ins Museum noch sieben Fresken der Michael-Kathedrale zurückgegeben. Während des Zweiten Weltkrieges  sind diese nach Deutschland ausgeführt worden und nach 1945 hatte man diese Fresken in die UdSSR zurück geliefert, doch, wahrscheinlich aus Versehen gelangten sie in die Gemäldegalerie „Eremitage“ in St. Petersburg.  Jetzt schmücken auch diese alten Fresken unsere Exposition aus. Die Namen von Mosaik- und Freskomeister, welche die innere Ausstattung der Michael-Kathedrale geschaffen hatten, sind unbekannt. Dennoch vermuten die Forscher und Wissenschaftler, dass sich an diesen Arbeiten angeblich der altrussische Meister Alypy (Olimpiy) aus Kiewer Höhlenkloster beteilige sollte, der die Mosaikkunst in Byzanz gelernt hatte. Um die alten Fresken erhalten zu können, haben die Kunstwissenschaftler eine echte Erfindungskunst gezeigt: die Wandmalerei deckte man mit  Gaze zu und drauf wurde Gips aufgelegt. Danach  mittels einer dünnen und scharfen Schneide (wie Laubsäge) wurden einzelne Fragmente ausgeschnitten. Ist klar, dass leider nicht alle Fresken gerettet wurden.

 Eines der größten Heiligtümer des St. Michael-Klosters waren die Reliquien der heilig gesprochenen Großmärtyrerin Barbara (Warwara). Diese hatte die Ehefrau des Fürsten Swjatopolk als ihre Heiratsmitgift aus Byzanz mitgebracht. Sie war die Tochter des byzantinischen Imperatoren Alexis I. Kamnin und ihr Taufenname (kirchlicher Name) war Barbara. Wegen dieser Reliquien trafen hier viele Pilger ein. Nach dem Kiewer Höhlenkloster war Michael-Kloster der zweite Wallfahrtsort nach der Pilgerzahl. Bekanntlich ist, dass der berühmte Igumen (Klostervorsteher) dieses Klosters Theodosius Sofonovich im XVII. Jahrhundert 17 Wunder beschrieb, welche die Reliquien der heilig gesprochenen Großmärtyrerin Barbara hervorgerufen  werden sollten. Eines davon ist übrigens an dem Vorsprung der Klostermauer links vom Haupteingang dargestellt.

Das Michael-Kloster war immer von Gläubigen voll und die Gottesdienste wurden hier äußerst prächtig und imposant erteilt. Besonders merkbar war das dienstags, als  „acathistus“ am St. Barbaras Schrein erteilt wurde. Einmal im Jahr am Barbaras Tag (4. Dezember) wurden die Reliquien von St. Barbara aus der Kirche rausgeholt und der feierliche Zug ringsum Kathedrale veranstaltet, an dem viele Pilger teilnahmen.  Es gab auch auf dem Gelände des Klosters einen Barbara-Brunnen, in dem das Wasser laut Überlieferungen über Heilkraft verfügen sollte. Nachdem das Kloster geschlossen wurde, hatte man den Silberschrein mit Reliquien der St. Märtyrerin Barbara in die Wladimir-Kathedrale übertragen, wo sie bis heute ruhen. Die Nachahmung des ursprünglichen Schreins wird in unserem Museum exponiert: er ist auf Spenden der Gräfin Anna Orlova-Chesmenskaya 1947 angefertigt worden. Ca. 400 kg Silber wurden dabei gebraucht. Der Silberschrein ist mit Fragmenten aus Leben von St. Märtyrerin Barbara verziert.  

Ob die evtl. Streitigkeiten zwischen dem Museum und dem Kloster entstehen, wo die kirchlichen Werte aufbewahrt werden sollten?

 

— Auf keinen Fall. In dieser Frage herrscht volle Verständigung. Es geht eigentlich um einmalige Raritäten, die nur im Museum aufbewahrt werden müssen und die Leitung des Klosters akzeptieren das.  Außerdem befindet sich das Museum auf dem Territorium des Klosters und gehört zu unerlässlichen Objekten sämtlicher  protokollarischen Maßnahmen, die hier vorgenommen werden.  Unser Museum besuchen obligatorisch alle Gäste sowie die Delegationen und die Seminaristen studieren die Geschichte des Klosters anhand unserer Museumsexposition. Selbstverständlich möchte das Kloster gern die Reliquien von St. Barbara in seiner Michael-Kathedrale haben, die seit jeher das Hauptheiligtum dieses Gotteshauses war. Es gibt eigentlich einige St. Barbaras Reliquienteilchen in der Michael-Kathedrale, welche aus Wladimir-Kathedrale übergeben wurden.

Wir verfügen über reichliche Museumsexponate, welche   das kolossale ästhetische, kulturelle und historische Potential der Michael-Kathedrale bestätigen… Das sind die Gegenstände des kirchlichen Kults, die alten und seltenen Druckausgaben der XVII-XVIII Jahrhunderte, kirchliche Banner, verschiedene Gegenstände des Alltagslebens, originale/echte Fresken und archäologische Funde, Porträts von Kiewer Metropoliten,  Hetmans und religiösen Funktionären, welche großen Beitrag zur Entwicklung des Klosters geleistet hatten.

Ein großes Interesse bei den Besuchern erweckt der Expositionsbereich, in dem es sich um die Demontage von Fresken und Mosaiken, die Zerstörung der Kathedrale sowie die Wissenschaftler und Kulturschaffenden  handelt, die sich für den Schutz des geistigen Erbes Kiews einsetzt hatten. In einem separaten Saal sind einige Projekte der Rekonstruktion des Klosterensembles, die Kopien von alten Mosaiken und Fresken, Layouts von künstlerischer Wiederherstellung der inneren Malerei etc. ausgestellt.  Wir haben auch die Kinochronik des Wiederaufbaus, welche wir vorwiegend unseren ausländischen Gästen und Delegationen vorführen.  

Unsere Führung schließt sich im zweiten Stockwerk des Glockenturmes ab, wo sich die Aussichtsplattform befindet und von der aus ein schöner Blick auf alten Stadtteil und das linke Dnepr-Ufer sich eröffnet.  Hier ist auch eine einmalige Uhr mit sog. Carillon* an der Stelle ehemaliger Glockenuhr installiert – deren Glocken spielen jede Stunde Melodien der bekannten ukrainischen Musikstücke. Diese Aussichtsplattform ist auch die Lieblingsstelle für die Besucher, wo sie sich gerne fotografieren lassen.

 

Carillon* im Glockenturm der Michael-Kathedrale Glockenturm der Michael-Kathedrale

— Hier entstand eine wunderbare Tradition – während des Glockenspieles einen Wunsch zu hegen. Diese gute Vorbedeutung ist durch die Zeit ausprobiert worden, wovon wir uns selber, als auch unsere Gäste mehrmalig  überzeugt haben, − behauptet Frau Natalija.

* Im Zeitraum 1998-99 zum Abschluss der Wiederherstellung der Michael-Goldkuppelkathedrale wurde auf deren Glockenturm ein Carillon aufgestellt. Die Besonderheit und Einzigartigkeit dieses Carillons besteht in zwei Aspekten: erstens: zum ersten Mal in der Orthodoxie wird ein chromatischer Glockensatz eingesetzt, die mit einem Klaviatursystem verbunden sind; zweitens: dieses Carillon hat den zahlreichsten Satz von Glocken (insgesamt 51 Stück, alle sind in der Ukraine hergestellt) nicht nur in unserem Land, sondern im ganzen ex-sowjetischen Raum.

Ein Carillon- Fachmann und Spieler in der Ukraine ist der verdiente Künstler der Ukraine, Professor der Nationaluniversität für Kultur und Kunst Herr Georgij Tschernenko.

 

Media Center „Prime Excursion Bureau“

Dezember 2010.



Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte \ Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte "Kiewer Sophie"

Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt  aktivem Höhlenkloster Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt aktivem Höhlenkloster

Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine  Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine

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