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Ortschaft Podgorzy, Schloss des XVIII.Jh., Lvover (Lemberg) Gebiet.
Montag, 15 Juli 2019

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Museen in Kiew > Museum der Volksarchitektur und Lebensweise (Pirogovo)

Windmühle.

  Interieur einer ukrainischen Hütte.

 Ukrainische  Tracht.

Adresse: Kiew, Siedlung Pirogowo.  

Telefon: +38 (044) 526-24-16.

Arbeitszeit: 10.00 – 17.00 Uhr.

Ausgangs-Mittwoch

 

 

 Flächenmäßig ist das größte Museum in der Ukraine,  die ethnographische „Hauptschatzkammer“ unseres Landes. Hier, auf dem Gelände von ca. 150 ha erstreckt sich das Freilichtmuseum der Volksarchitektur und Lebensweise – ein großer architektonisch-landschaftlicher Komplex, der die eingehenden anschaulichen Informationen über alle historisch- ethnographische Regionen und Gebiete der Ukraine zugänglich macht.  

 Museum in Pirogowo fängt… mit den Windmühlen an. Die Windmühlen und die Holzkirchen schaffen das Bild des Landlebens, die Wahrnehmung des echten „Eintauchens“ ins Kolorit des ukrainischen Dorfes. Hier kam man dieSeeleunseres Volkes empfinden. Die Landhäuser  - das älteste darunter stammt aus 1580-er  (!) -  enthalten eine Menge von Gegenständen des häuslichen Alltagslebens, Kleidung, Ikonen etc….All das erlebt der Besucher im Hintergrund des „Handwerkparks“, wo die heutigen Volksmeister die alten Traditionen des Volksgewerbes  wiederbeleben, indem sie dabei den lebenden Geist des fleißigen und fröhlichen ukrainischen Volkes einsetzen.

Im Museum sind die wichtigsten ethnographischen Zonen der Ukraine (insgesamt sechs) vertreten: Polesye, Naddnepryanschina, Slobozhanschina, Karpaten, Podolien und Tavria.

Pirogowo ist ein großes lebendiges Märchen, wo sich  die ukrainischen Hütten und Dorfshäuser,  weite Felder, schattige Landstraßen, Windmühlen, heidnische Steingötzen und alte Holzkirchen miteinander verflechtet sind. Ein echt herrliches Örtchen am malerischen Stadtrand Kiews!_____________________________________________________________________________________

Bekanntschaft mit dem geistigen Raum der ukrainischen Ethnie beginnt mit den Windmühlen

 

 Verdiente Kulturschaffende der Ukraine, führende wissenschaftliche Mitarbeiterin des völkerkundlichen Freilichtmuseums der Ukraine Frau Romana KOBALTSCHINSKAJA:

„UNSERE PFLICHT IST DIE SCHÖNHEIT DER TRADIZIONELLEN KULTUR DEN MENSCHEN BEIZUBRINGEN…“ 

Haus, Hütte, Heimstätte... Bei allen Völkern symbolisierte die traditionelle Wohnstätte eigenes Familien-„Universum“ und war gleichzeitig  die Widerspiegelung von Kosmos. Manchmal scheint es, dass in solchen alten Hütten der symbolische Schlüssel zum Geheimnis  und Wesen unseres Daseins bewahrt wird. Daheim wird der Mensch geboren, geht dann in die „Welt“ sich zu entdecken und kehrt nachher daheim zurück, um die Gattung fortzusetzen und anschließend hier zu verscheiden… Die Heimstätte bleibt weiter stehen und behält das Andenken an all Generationen, die hier lebten, ihre Geschichten, welche eigentlich die ganze Geschichte schaffen...

 Freilichtmuseum der Volksarchitektur und Lebensweise in „Pirogovo“ ist eine einmalige Ortschaft in Kiew. Während eines Tages kann man sich in verschiedenen Regionen und Gebieten (Poltawa-, Vordnepr,- Karpaten,- Polesje-Regionen etc.) aufhalten, im direkten Sinne  des Wortes die „Sakralwelt“ berühren, welche von vielen Generationen innerhalb von Jahrhunderten geschaffen worden war und die Seele des Menschen nährt.

Das Museum ist 1969 gegründet worden und schon 1976 öffnete es seine Pforten für die ersten Besucher. In vielen Ländern gibt es Museen solcher Art, die den Touristen und Besuchern die traditionelle Lebensweise, Sitten und Bräuche sowie  die ethnischen Besonderheiten der Wohnstätten veranschaulichen,  doch Kiewer Freilichtmuseum ist einmalig vor allem dadurch, dass die hier vorhandenen Bauernhöfe, Gehöfte kaum als Exponate zu definieren sind! Das sind keine Nachahmungen, sondern die echten Artefakts, die hierher aus verschiedenen Ortschaften und Gegenden der Ukraine gebracht wurden, um das Reichtum und Vielfalt der ukrainischen traditionellen Architektur vorzustellen. An jede Hütte ist ein Schild angebracht, auf dem die Angaben über diese zu entnehmen sind. Die Innenausstattung entspricht dem damaligen Interieur von XIX- Anfang XX. Jahrhunderts.     

 

Hütte aus Dorf Kreschtschatik
Rotes Eckchen in der Behausung
Traditionelle Hütte in Poltawa-Gebiet

Die Exposition des Museums nimmt ihren Anfang auf dem Hügel mit zwei Windmühlen, welche als eine Wache dieses Zentrums des geistigen Milieus der ukrainischen Ethnie stehen. Von hier aus eröffnet sich ein herrlicher Blick auf das Tal, wo die erste Exposition gemütlich liegt – das traditionelle Dorf  des mittleren Teils der Vordnepr-Region.   

 Frau Romana ist im Museum seit dessen Eröffnung tätig.  Der Spaziergang durch das Museumsgelände mit ihr ist sehr eindrucksvoll und unvergesslich, wird zu einer „Herzreise“, weil sie sich ihrer Tätigkeit mit ganzer Seele hingeben hat.

– Wenn ich die Führung mache, gebe ich mir immer die Mühe den Besuchern die Schönheit beizubringen, welche dem Wesen des Museums zugrunde liegt- beginnt ihre Erzählung Frau Romana. – Nicht jeder sieht sie und die Verpflichtung des Ethnographen besteht darin, die traditionelle Volkskultur und ihre Größe den Menschen zu offenbaren. 

Wir betreten die erste Hütte und uns fällt sofort die übliche Ordnung auf: der Wirtschaftshof muss obligatorisch  vom sog. „reinen Hof“ abgetrennt sein; im „reinen“ Hof sind die Hütte,  Rasenfläche mit Blumen, hinter der Hütte ein kleiner Garten und im Wirtschaftshof - Darrhaus, Scheune, Viehstall zu sehen. Solches Planieren erhielt die Sauberkeit und Ordentlichkeit und sogar die Hühner durften den „reinen“ Hof betreten.

Wir treten in die Hütte hinein. Frau Romana richtet ihren Blick auf „rotes Eckchen“, woher  auf uns die Antlitze der heiligen auf den Ikonen schauen. Sie erzählt: 

        Seit jeher existiert solcher Brauch: jeder Gast soll beim Betreten des Hauses die Ikonen im „roten“ Eckchen begrüßen, wodurch er seine Ehre dem Sakralraum der Wohnstätte  erweist und zeigt, dass er seelisch gutmütig eingestellt ist. Der Gast, der dies nicht gemacht hat, wurde als  unehrlich  gegolten.

 Das „rote Eckchen“ gilt als  heilige Stelle in der Wohnstätte und jede Hausfrau pflegt es vorzüglich in Ordnung zu bringen. In jeder Region, z.B., werden die Handtücher gewebt und gestickt extra dafür, um die „roten“ Ecken zu schmücken. Solche „Muster“-Handtücher in Bukowina sind rundförmig, in Poltawa-Gebiet sind diese sehr lang und   prachtvoll gestickt, in Polesje werden die speziellen Handtücher als Untersatz  für die Ikonen gewebt...

 Wir betreten die Hütte, die hierher aus dem Dorf Kreschtschatig geliefert wurde. Sie ist groß, schön, aus robustem Holz gebaut,  deren Wände sind sorgfältig verputzt, die Seitenfenster haben schöne Gesimse und das ganze Interieur kennzeichnet sich durch schneeweiße gestickte Handtücher... Das ist echtes Symbol der ukrainischen traditionellen Hütte, in der unsere Vorfahren geboren wurden und viele Generationen lebten; das ist ein symbolisches Schutzwahrzeichen    unseres genetischen Kodes.

In der Exposition der Vordnepr-Region sind die Bauernhöfe aus Kiewer, - Tscherkaser Gebiete (inkl. Bauernhaus, welches der Familie vom ukrainischen Nationaldichter Taras Schevtschenko gehörte) und der Ortschaft Perejaslav gesammelt. Hier kann man auch das Gesellschaftszentrum eines Dorfes sehen – Gemeinderat, elementare Dorfschule (Kirche-und Konfessionsschule) und zwei Kirchen: Michael-Kirche (aktiv) und der St. Paraskevi. Die St. Paraskevi-Kirche ist ein Denkmal der sakralen Holzarchitektur, mit geschnitzten Pfosten und einer wunderbaren Holzikonenwand. Die Kirche ist 20 m hoch und stammt aus dem Jahre 1720. In der seitlichen Vorhalle befindet sich die Mutter Gottes Ikone, welche im traditionellen Stil der ukrainischen Hausikone ausgeführt worden ist.

 

St. Paraskevi-Kirche. Kiewer Gebiet

 Frau Romana erzählt, dass diese Ikone als wundertätig gehalten wird: die Bitten vieler Leute, die vor der Ikone gebetet haben, erfüllten sich. Das Antlitz von Mutter Gottes auf der Ikone ist sehr fein und kunstvoll dargestellt; zärtliches und ein bisschen trauriges Lächeln,  liebevolle Augen scheinen die goldgelben Leuchten auszustrahlen…

Wir begeben uns auf breiten „Steppenweg“, vom hohen Hügel aus winken uns freundlich die Windmühlen, die ein obligatorisches Attribut des ukrainischen Dorfes sind.  Der  Müller galt immer als eine Art Zauberer, der  das Korn ins duftende Mehl verwandelte und dadurch den Menschen die Hoffnung machte den strengen Winter überleben zu können.  

 

Der Fußweg führt uns zur Exposition der Ortschaften „Poltawschtschina“ (Poltawer Gebiet) und „Slobozhanschina“. Diese Ländereien gehörten einst dem Bestand von Kiewer Rus und mit der Entstehung von „Zaporozher Setsch“ (Entstehungsort des ukrainischen Kosakentums) bildeten sich hier die Kosakensiedlungen „Sloboda“ heraus. Davon kommt eigentlich der Name der Ortschaft „Slobozhanschina“.

 – Ich bin vielmals in „Poltawschtschina“ gewesen, – erzählt Frau Romana, – und erinnere mich an 80-e, als in solchen malerischen Hütten die Großmütterchen lebten. Gerade die Hütten aus diesem Gebiet gelten als die Muster der traditionellen ukrainischen Bauernhöfe, wenn die Filme auf historische Thematik  gedreht werden.  Sie sind geräumig, aus dem Holz, von Innen und Außen verputzt, nur die Speicherräume sind nicht verputzt, damit den Nahrungsmitteln  gute Belüftung gewährt werden könnte. Für mich persönlich ist  „Poltawschtschina“ vor allem – eine Mannigfaltigkeit von Volksikonen in den „roten Ecken“ und schöne, bunte Malerei der Volksmaler sowie einmalige Folklore... 

In dieser Abteilung ist eine wunderbare Frau tätig, die tatsächlich „Ethnograph von Gott“ ist - Swetlana Scherban. Sie ist selbst aus dieser Gegend von Geburt, erforscht viele Jahre diese Ortschaft, schafft liebevoll die Interieurs vor Ort, die sehr imposant, echt und vervollkommnet  sind. Sie singt auch gern und hat eine vortreffliche Stimme…

Die Exposition „Poltawschtschina“ verfügt über sechs Bauernhöfe und Wirtschaftsbauwerke. Darunter ist die Hütte aus dem Dorf Rewaziwka bemerkenswert. Ihr   Interieur kennzeichnet sich durch einen großen Ofen mit dem Kreuz und den ziselierten Schrein. An den Wänden hängen viele  Bündel von trockenen Heilkräutern – Hinweis darauf, dass hier einst eine Kurpfuscherin lebte.

 Wir verlassen die Exposition „Poltawschtschina“ und gehen zur Exposition des Südens Ukraine, die durch Bauerngehöfte von Gebieten der Städte Dnepropetrowsk,  Odessa und Nikolajew vertreten ist. Die Eigenart der Architektur dieser Region besteht in der Verwendung von Stein und Lehm. Die Analoga der süd-ukrainischen Wohnstätten kann man in den Denkmälern archäologischer Kulturen (beginnend mit Tripoli-Kultur) finden.   Wir betreten die Schwelle einer Hütte, die aus dem Gebiet der Stadt Dnepropetrowsk  hierher gebracht wurde. Das ist ein traditionelles Bauernhaus mit einem Raum, wo ein mit Blumen bemaltes Bett steht. Frau Romana sagt leise:

– Beachten Sie bitte dieses Bett... Wie glücklich sollte die  Frau sein, die in diesem Bett schlief. Höchstwahrscheinlich sollte diese Bemalung ihr Ehemann für sie gemacht haben...

Schuppen aus dem Dorf Sachutivka, Tschernigower Gebiet Fürbitte-Kirche. Karpaten-Gebirge

Unsere nächste Station ist die Region „Polesye“.   

Die traditionelle Architektur dieser Region ist in der Tat rauh und hart; es geht vorwiegend um die Blockhäuser mit dem schlichten Interieur, aber diese „rauhe“ Schönheit dringt unmerklich tief ins Herz, um dort für immer zu bleiben.

Holzkirche aus Volyn

Den Mittelpunkt der Exposition „Polesye“ bildet die Holzkirche aus Volyn, die durch Binnenstöcke (aus Holzstämmen) umringt ist. Die Imkerei ist eines der urältesten Gewerbe dieses Landes. Es fällt auch das Gehöft aus dem Dorf Bechi (Zhitomir-Gebiet) auf, welches uns an die ethnischen Traditionen erinnert, die ihren Anfang von Volksstämmen „Drevlyans“ nehmen, die einst die Wälder der Ortschaft Korosten besiedelten.  

In jeder Hütte kann man die ethnischen Trachten aus verschiedenen Regionen der Ukraine sehen. Z.B., die Besonderheit von „Polesye“ ist die Weberei: von alters her werden hier Flachs, Hanf angebaut.  Die gewebten Erzeugnisse von hier sind sehr interessant und mannigfaltig: Decken, Trachten, Handtücher von 5-7 m lang etc.  Noch ein eigentümliches Erzeugnis der „Polesye“-Gegend – Mull für die Herstellung von speziellen Kopfbedeckungen für die verheirateten Frauen. Sogar heute, wenn man, z.B. im Film die Schönheit und Reichtum einer ukrainischen Frau hervorheben wollte, wird ihr Kopf mit einem prächtigen durchsichtigen Mull  geflochten. Besondere Ausdruckskraft verleiht solche Kopfbedeckung den bejahrten Frauen, deren Gesichter durch das Alter durchzogen sind und wodurch sie asketisch-feierlich, begeistert und sehr imposant werden… 

Frau Roman zeigt mir eine echte archäologische und ethnographische Rarität – Holzblockhaus ohne Flur mit Satteldach. Diese Hütte stammt aus der Siedlung Verest und deren Baujahr ist 1587.

Aus „Polesye“ geraten wir in „Podolien“-Ortschaft, welche sich durch die bunt bemalten Mauern der Hütten, Fenstermalerei, freundliche innere Ausstattung kennzeichnet.

In Pirogovo wird jedes  rituelle Fest koloritvoll und freigebig gefeiert

– In dieser Gegend – erzählt Frau Romana, – wird die „Häuslichkeitsgrad“ der Wirtin   immer danach eingeschätzt, wie das Bett gerichtet ist.  Wenn die Kissen sowie Bettdecken fein und schön gestickt, aus gutem Stoff, sauber und gepflegt sind – dies zeugt, dass die Wirtin gut ist. Diese Angelegenheit ist sehr wichtig  und ist sogar zu einer Art „Prestigesache“  für jede einheimische Frau geworden.  

In einer Hütte steht ein alter Webstuhl und die Besucher können hier das  Verfahren der Herstellung von fantastischen Weberzeugnissen beobachten, die ringsum die inneren Wände verzieren.  

Auch in der Exposition von „Podolien“ kann man eine vortreffliche Kirche sehen – Muster der sakralen Holzarchitektur.

Die letzte Region, der wir uns nähern, ist „Karpaten“. Die Exposition vereint die Gebiete der Städte Iwano-Frankowsk, Lwov, Czernowitz und Transkarpatien. 

Das ist eine einmalige malerische Region, wo bis heute die uralten Bräuche und magische Traditionen  erhalten sind und gepflegt werden, wo man auch jetzt die Herzschläge der ethnischen Kultur spürt.   

Die Exposition eröffnet sich durch die Architektur der Ortschaft „Bukowina“.  Der Aufbau des Bauernhauses kennzeichnet sich durch Tragstütze und der untere Teil des Hauses aus Lehm ist dunkelblau verputzt.   Sonderheit dieser Region ist die entwickelte Weberei.

– Merken Sie bitte  – sagt mir Frau Romana beim Betreten der Hütte aus der Siedlung Welikij Kutschurow, – hier haben wir eine wunderbare Ausstellung von Geweben/Textilien der Gegend „Bukowina“. Ich zeige immer diese Erzeugnisse, wie z.B. die sanften, fast unwägbaren Handtücher, Blusen usw. Die Handtücher solcher Art und Qualität werden ausschließlich für besondere Ereignisse im Leben, wie Taufe, Hochzeit gewebt. Für ein Kind wird der Handtuch mit „Immergrün“ - Ornamentik gewebt, was ein langes „gleichmäßiges“ Leben bedeuten sollte; zur Hochzeit sind solche Symbole, wie die Rosen, zwei Tauben, Lebensbaum typisch. Im Interieur des Zimmers waren immer die sog. „Fenstertücher“ und die weißen gestickten Tischdecken vorhanden. Mitte XIX. Jahrhunderts begann man schon den goldenen Faden in der Weberei einzusetzen...

 

Sehr beeindruckend ist eine Hütte aus dem Fichtenholz, die hierher aus dem Dorf Sinewirskaja Poljana (Sinewir Wiese), Transkarpatien gebracht worden ist. Sie ist groß, geräumig, äußerst robust; die Türpfosten  sind bogenartig gemacht und mit feiner Holzschnitzerei mit Darstellungen von Solar-Symbolen und Kreuzen verziert... All das macht den Eindruck, als ob man eine Kirche betritt!

Bergortschaft „Hutsulschina“ (Hutsulen – sind halbnomadisch lebendes russinisches Bergvolk in den Karpaten. Als ostslawische Volksgruppe werden sie heute zumeist als Teil des ukrainischen Volks betrachtet. Die Huzulen sprechen neben ihrem eigenen ukrainischen Dialekt, der mit rumänischen Wörtern versetzt ist, noch Rumänisch und als „Muttersprache“ Ukrainisch) ist in der Exposition durch provisorische Wohnstätte auf den Waldwiesen, Blockhäuser verschiedener Typen und traditionelle Hütten der Hutsulen vertreten.   

Es gibt hier ein einmaliges Exponat – „Grazhda“ (Gutshaus) mit zwei Höfen, ein ähnliches gibt es nirgendwo.  Gehörte es einem Häuptling des Dorfes Zhabje (heute Werchowina).

 

Hütte von Hutsulen aus dem Dorf Schepit

„Grazhda“-Gehöft

 Zurzeit beschäftige ich mich mit Interieur der Hutsul-Hütte aus dem Dorf Schepit. Das ist eine traditionelle Hütte, die in zwei Bereiche aufgeteilt ist, deren Balken und Türpfosten mit recht interessanter Holzschnitzarbeit  verziert sind. Der Besitzer dieser Hütte war Jäger und das sieht man am Interieur: auf dem Boden der Flur liegt das Fell des Wildschweins, an der Wand hängt das Dachsfell und verschiedene Jägerwaffen.  

Beim Schaffen des bestimmten Interieurs pflegen die Museumsmitarbeiter die Besonderheiten der Volkshandwerke und Künste zu betonen, durch welche jegliche Ortschaft bzw. Gegend bekannt ist. In einem Hutsul-Gehöft kann man, z.B., Käsewirtschaft sehen und wie man aus dem gekochten Käse sehr geschickt verschiedene Figurchen macht, was nur hier vorkommen ist.

 

Wenn Sie während der Besichtigung des großen Museumsgeländes müde oder hungrig werden, besteht eine vorzügliche Möglichkeit ein echtes ukrainisches „Schinok“ (Imbiss-Stube) zu besuchen, wo man die Spezialitäten der traditionellen ukrainischen Küche genießen kann.

Jedes Volks-, und religiöse Fest wie, Pfingsten, „Iwana Kupala“, Mariä Schutz und Fürbitte, Weihnachten, Fastnachtswoche, Ostern werden traditionell und großzügig in Pirogovo gefeiert, dabei nehmen sehr aktiven Teil die führenden ukrainischen Volkskapellen, Musikanten, Volksmeister etc. Bei diesen Feierlichkeiten kann man sehen, wie unsere Vorfahren feierten, selbst an verschiedenen Maßnahmen teilnehmen. Hier werden auch regelmäßig  die Jahrmärkte veranstaltet, wo die wunderbaren Gegenstände und Erzeugnisse vieler Volksmeister angeboten werden. Besteht die Möglichkeit sich an  allerlei Meisterklassen zu beteiligen.

 

Interieur einer Hutsulen-Hütte

 

– Ich bin der Ansicht, dass in unserem Museum die permanent funktionierenden Gewerbestätten geben müssen – sagt Frau Romana, -  damit für die Besucher die Möglichkeit bestehen würde nicht nur zu sehen wie die Töpfe, Krüge angefertigt und die Tücher, Tischdecken etc. gewebt werden, sondern auch selbst das probieren zu können.  So was Ähnliche habe ich ethnischen Museen in Bulgarien, Deutschland, Ungarn gesehen... Dies wird bei uns nur während Feierlichkeiten und Jahrmärkte praktiziert.  Leider, hängt alles von Investitionen ab.

Unser Spazierrundgang geht auf demselben Hügel zu Ende, wo er begonnen hatte.   

Die Windmühlen knarren leise und freundlich mit ihren breiten Flügeln, was dem Seelenzustand besonders wohl tut…. Besuchen Sie auch diese wunderschöne Ortschaft am Stadtrand Kiews und Sie öffnen ein „geistiges“ Fenster für sich...

Media Center „Prime Excursion Bureau“

Mai, 2010

 

 



Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte \ Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte "Kiewer Sophie"

Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt  aktivem Höhlenkloster Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt aktivem Höhlenkloster

Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine  Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine

Museum der „Mikrominiaturen“  des Großen Meisters Nikolai Sjadristy Museum der „Mikrominiaturen“ des Großen Meisters Nikolai Sjadristy

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„Schokoladenhaus“ (Filiale des Kiewer Museums der russischen Kunst) „Schokoladenhaus“ (Filiale des Kiewer Museums der russischen Kunst)

Das Nationale Kunstmuseum der Ukraine Das Nationale Kunstmuseum der Ukraine

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Staatliches Museum für Theater-, Musik-, und Kinokunst der Ukraine Staatliches Museum für Theater-, Musik-, und Kinokunst der Ukraine

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Kiewer Gedenkwohnhaus-Museum des berühmten Schriftstellers M. Bulgakow Kiewer Gedenkwohnhaus-Museum des berühmten Schriftstellers M. Bulgakow

Museum einer Straße Museum einer Straße

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Zentrales Museum des Staatlichen Grenzedienstes der Ukraine Zentrales Museum des Staatlichen Grenzedienstes der Ukraine

Museum des ukrainischen Schriftstellers Ivan Gontschar Museum des ukrainischen Schriftstellers Ivan Gontschar

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Museum des Wassers (Wasser -Informationszentrum) Museum des Wassers (Wasser -Informationszentrum)

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Das staatliche historische Gedenkschutzgebiet „Lukjanovskoje Friedhof“   Das staatliche historische Gedenkschutzgebiet „Lukjanovskoje Friedhof“

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