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Mittelalterliche Landkate der Stadt Ostrog. Rekonstruktion von G. Logvin
 
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Mittelalterliche Landkate  der Stadt Ostrog. Rekonstruktion von G. Logvin
Montag, 15 Juli 2019

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Museen in Kiew > Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte "Kiewer Sophie"

 

   Sophien-Kathedrale, S. Brandt.   Gottesmutter „Oranta“ in Kiewer Sophie.       Sophien- Kathedrale.

Аdresse Kiew, Wladimirskaja-Str., 24.

Telefon:
+38 (044) 2286152, 2282620, 2792256.  

 Feiertage:  Donnerstag. 

Ein hervorragendes Denkmal der slawischen und der Weltkultur, der Geschichte, Architektur und Kunst – Sophien- Kathedrale – ist das führende architektonische Objekt in Kiew. Die Bedeutung dieses Denkmals bestätigt sich durch dessen Eintragung ins UNESCO- Verzeichnis des Weltkulturerbes. Im Jahre  2011 soll das 1000-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung der Sophien- Kathedrale gefeiert werden.

Die Kathedrale ist auf der höchsten Stelle der altrussischen Hauptstadt errichtet worden. Ihre majestätischen Fresko-Bilder und einmaligen ursprünglichen Mosaiken können als Veranschaulichung der Bibel für die Analphabeten, als  Enzyklopädie der christlichen Glaubenslehre gegolten werden. Dieses Gotteshaus war das Zentrum des öffentlich-politischen und kulturellen Lebens in ersten russischen Staat –Kiewer Rus: hier wurden die ausländischen Botschafter empfangen, die fürstlichen Urkunden unterzeichnet, erfolgten die Krönungen  der Fürsten und Inthronisierungen der Metropoliten, entstand die erste Bibliothek vom Großfürsten Jaroslaw dem Weisen. Die Kathedrale wurde dank Gottesgnade niemals vollkommen zerstört, obwohl in der grausamen Zeit des Überfalls von Mongolen im Jahre 1240 in Mitleidenschaft gezogen wurde  und über 400 Jahre vernachlässigt wurde.  Als Symbol bzw. Sinnbild der Kathedrale gilt die wunderbare Mosaikdarstellung von „Gottesmutter Oranta“ – Schützerin der Stadt Kiew, welche die Gottes-Weisheit versinnbildlicht.  Sie hat auch andere Bezeichnung  – „ Muttergottes –Unerschütterliche Mauer“, weil laut Legende solle es bedeuten: solange dieser Teil des Gotteshauses steht, bleibt auch Kiew stehen. Innerhalb von vielen Jahrhunderten wurde nur dieser Kirchenraum weder von feindlichen Überfällen, noch von der Baufälligkeit  zerstört.  

 Das heutige Aussehen der Kathedrale stammt aus Regierungszeiten von Hetman Mazepa (Ende XVII – Anfang des XVIII. Jhs.). Die umgebenen Bauwerke  des ehemaligen Sophien- Klosters sind auch im XVIII. Jh. errichtet worden. Bis 1918 war diese Kathedrale die Residenz der Kiewer Metropoliten. Die Heilige Sophie erhielt 1934 den Status der historischen und architektonischen Pflegestätte. Im Jahre 1941 beabsichtigten die Kommunisten das Gotteshaus zu verminen, doch auch diesmal rettete es die Gottesgnade. Im Jahre 1987 wurde die Sophien- Kathedrale mit der europäischen Goldmedaille der Hamburger Stiftung ausgezeichnet.

Das Interieur der Kathedrale enthält heute die größte Zahl in der Welt von mittelalterlichen Mosaiken und Fresken. Die strengen Maßverhältnisse des Innenraums und die aus dem 11.Jh. erhalten gebliebenen monumentalen Wandmalereien (260 m2 von 640 m2 ursprünglicher Mosaiken und etwa 3000 m2 Fresken) bestechen durch ihre Vollkommenheit. Das Mosaik zählt 177 Farbenschattierungen. Die Kirchenwände zeigen das mittelalterliche Graffito. Einige davon haben geholfen die Namen und Daten bedeutsamer Ereignissen in der Geschichte Kiews, der Rus und Europas festzustellen. Seit jeher war die Kathedrale die letzte Ruhestätte der Kiewer Großfürsten. Hier sind ein Marmorsarkophag mit sterblichen Überresten des Großfürsten Jaroslaw des Weisen und seiner Gattin Irina sowie ein Sarkophag mit sterblichen Überresten von Wladimir Monomach erhalten. In einer Kirchenabseite kann man die Grabsteine einiger Kiewer Metropoliten sehen.

Als Meisterwerk der ukrainischen Kunst gilt das restaurierte Zarentor (XVIII. Jh.) Im 76 m- höhen Glockenturm befindet sich die größte Glocke der Ukraine, die über 13 Tonnen wiegt. Zum Bestand der Sophien- Pflegestätte gehören auch das Museum „Goldenes Tor“, Kirill- und Andreas-Kirchen in Kiew sowie die Festung in der Stadt Sudak auf der Krim.   Auf dem Gelände des ehemaligen Sophien- Klosters gibt es die Ausstellungsräume, die in restaurierten Metropolitenhaus und Refektorium untergebracht sind.

 


Generaldirektorin der Nationalen Pflegestätte der Kultur und Geschichte „Kiewer Sophie“ Frau Nelja Kukowalskaja
Generaldirektorin der Nationalen Pflegestätte der Kultur und Geschichte „Kiewer Sophie“ Frau Nelja KUKOWALSKAJA:
“WIE EIN ECHT GEISTIGES HEILIGTUM KOMMT MIR SOPHIE VOR“

 „Kiewer Sophie“ nähert sich ganz dicht ihrem 1000-jährigen Jubiläum. Im fernen XI. Jahrhundert gebaut, bewunderte sie alle Zeiten hindurch und entzückt die Menschen heute als ein hervorragendes architektonisches Denkmal und unübertroffenes Kunstwerk,   als eines der berühmtesten Gotteshäuser der Weltzivilisation. Schon im XI. Jahrhundert würdigten die Zeitgenossen die Sophien-Kathedrale als hervorragendes Bauwerk. Der erste russische Metropolit Illarion schrieb: „Die Kirche ist wunderbar und berühmt in allen umliegenden Ländern, weil ihresgleichen auf dem ganzen Erdenrund von Ost bis West nicht zu finden ist…“

 – Und für die Ukrainer ist sie das Symbol von Geistigkeit, Staatlichkeit, Kultur, im gewissen Grad auch der Ausbildung, - sagt Generaldirektorin der Nationalen Pflegestätte der Kultur und Geschichte „Kiewer Sophie“, verdiente Kulturschaffende der Ukraine Frau Nelja Michailowna KUKOWALSKAJA. – „Sophie“ – ist geistiges Heiligtum, das heute Museum ist. Herrn Gott zu danken, dass Sophien- Kathedrale im Laufe von Jahrtausenden in ihrem Ursprungszustand erhalten ist.

–Nelja Michailowna, jeden Tag sind Sie in diesem Gotteshaus der tausendjährigen Geschichte tätig. Wie ist Ihre Empfindung bzw. Gefühl diesbezüglich?

          Hier  arbeite ich nicht, ich stehe der „Sophie“ in Diensten. Auf diesen Gedanke bin ich gerade jetzt ganz spontan gekommen. Und je länger ich das tue, desto höhere Verantwortung empfinde ich, die sowohl auf mir, als auch auf  der von mir leitenden Belegschaft für das Schicksal dieses unübertroffenen  Denkmals liegt. Wir haben es den kommenden Generationen unversehrt und im würdigen Zustand zu übergeben, damit sie auf dieses Gemeingut der Menschheit auch stolz sein könnten. Jeden Tag unterwegs zur Arbeit flehe ich Herrn Gott um Seinen Segen unserer Tätigkeit und Vorhaben, damit Er jegliche Verwirrungen und Schwierigkeiten, die außerhalb der Kirchenmauer passieren, vorübergehen lässt…

– Wer besucht heute die „Kiewer Sophie“?

„Kiewer Sophie“

– In dieser Hinsicht haben wir sogar eine spezielle   Erforschung vorgenommen. Es wurde sich gründlich im Laufe des Jahres mit dieser Frage beschäftigt.  Es ist doch schwer das genaue Kontingent der Besucher festzustellen. Man kann nur sagen, dass hauptsächlich es die Leute des mittleren Alters sind –zwischen 30-45 Jahren, vorwiegend die Vertreter der Kultur, Bildung und Wissenschaft. In der letzten Zeit kommen viele Schüler. Dies zeugt davon, dass das von uns und den Schulpädagogen ausgearbeitete Lehrprogramm realisiert wird. Hier werden die Unterrichte in Geschichte und Landeskunde für die Schüler verschiedener Klassen erteilt. Aufgrunde unserer Sehenswürdigkeiten kann man alle Epochen der Heimatgeschichte  von grauer Vorzeit bis zur Gegenwart studieren: alles was sich in verschiedenen Zeiten in der Ukraine abgespielt hatte, fand hier sowie in dieser Kathedrale  sowieso den entsprechenden Widerhall...

Die Rentner besuchen uns auch, doch nicht viele. Sie haben Privileg: der letzte Mittwoch jedes Monats ist der Eintritt gratis. An einigen Feiertagen, wie z.B., der Internationale Museumstag, Tag der Unabhängigkeit der Ukraine etc. organisieren wir den sog. „Tag der offenen Türen“. Besonders angenehm für uns ist die Tatsache, dass die Grünanlage um die Kathedrale herum zu einem Lieblingserholungsort von jungen Müttern mit kleinen Kindern und Säuglingen wurde. Wir kennen sie alle gut und sie haben extra Präferenzen für den Eintritt zum Gelände der Sophien- Anlage. Wir finden es sehr gut, dass schon mit der Wiege die Liebe zur Schönheit und historischer Großartigkeit dem Kind beigebracht wird.

In der Herbst-Winterperiode machen wir für die „Sophie“ einen zusätzlichen „Ruhetag“ pro Woche. Mit den Jahren nimmt die Zahl von Besuchern zu und wie befürchten sogar, wenn diese Zahl zu hoch ist - es ist sehr schwer für die Kirche solche Andränge auszuhalten; das ist eine große Belastung für ein tausendjähriges Denkmal.

 – Womit wenden sich an die öffentliche Meinung die wissenschaftlichen   und pädagogischen Vertreter des Denkmalschutzkomplexes „Kiewer Sophie“? Welche Maßnahmen bzw. Vorhaben, die von dessen „Hüter“ initiiert werden,   das Interesse bei ukrainischen und ausländischen Wissenschaftlern und Historikern auslösen?  

– Im Zentrum „Kiewer Sophie“ sind 54 wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Es gibt die Kandidaten und Doktoren  der Wissenschaften sowie eigener Professorenbestand. Ich würde sagen, dass hier eigene wissenschaftliche „Sophie“- Schule herausgebildet wurde. Jetzt wird bei uns die Frage über die evtl. Schaffung einer speziellen Struktur diskutiert.   Es handelt sich um eine Art Institution „Heilige Sophie“, welche sich ausschließlich mit den wissenschaftlichen Fragen befassen könnte. Und in diesem Bereich gibt es viel zu viel Arbeit! Die letzten 7-8 Jahre waren besonders an wissenschaftlichen Forschungen und Entdeckungen reich. Die Museumswissenschaft ist heute  tatsächlich auf einem hohen Stand.

 – Was meinen Sie damit?

         Erstmals wurden wir in der Ukraine als eine wissenschaftliche Anstalt zertifiziert und erfolgte auch die Registrierung aller unseren wissenschaftlichen Themen. Die Wissenschaftler der „Kiewer Sophie“ arbeiten ausschließlich an den Themen, welche  für die besseren und mehr tiefen Kenntnisse über die Denkmäler des Denkmalschutzkomplexes und nicht nur der Sophien- Kathedrale selbst benötigen werden. Dabei muss ich darauf hinweisen, dass zum Bestand des Denkmalschutzkomplexes „Kiewer Sophie“ auch Kyrill- und Andreas-Kirchen, das Goldene Tor sowie Sudak-Festung auf der Krimhalbinsel (das wissen wenige) angehören. Deshalb ist  der akkumulierte Bestand von Informationen, Kenntnissen betreffs dieser Sehenswürdigkeiten bei uns der größte im Vergleich mit anderen Institutionen und Behörden. Es geht hier um die historischen Forschungen sowie archäologischen, höhlenforscherischen und architektonischen Erkundungen.

Sophien- Kathedrale XI.Jh.
süd-östliche Fassade
Geistiges Seminar, Denkmal des  XVIII. Jh. des Sophien-Architekturkomplexes. Sophien- Kathedrale XI.Jh. Östliche Fassade

Sechs Jahre zuvor begannen wir eine außerordentlich wichtige Arbeit – Pilotprojekt des automatisierten Systems des kompletten Monitorings von Denkmälern unseres Denkmalschutzkomplexes. Diese Arbeit wird auf eigene Kosten sowie mit Unterstützung von Mäzenen  durchgeführt. Dieses System gewährt den Zustand unserer Denkmäler und das Territorium, auf dem diese liegen, jede Minute zu diagnostisieren. Im äußerst schweren urbanisierten Raum, welchen heute die Stadt Kiew darstellt, ist es eine sehr wichtige Errungenschaft. Das ist die Frage Nr.1, was den Unterhalt und Aufbewahrung der historischen Denkmäler solchen hohen Standes wie Sophien-Kathedrale, Kyrill-und Andreas-Kirchen betrifft. Denn jede Minute können sie von allen Seiten einer Gefahr ausgesetzt werden: von Zeit zu Zeit werden die hydrogeologischen und geophysikalischen  Verhältnisse der Territorien und des Bodens verletzt, die ökologischen, Vibrier- Schallbelastungen nehmen zu...

Es ist auch möglich geworden den Zustand unserer Bauwerke mit Perspektive von 3-5-10 Jahren zu prognostizieren. Das ist sehr wichtig, denn es besser ist einer evtl. Denkmalzerstörung  möglichst zu vorbeugen, als deren Folgen zu beseitigen. Eine bestimmte Gefahr in diesem Sinne existiert auch auf den Territorien unseres Denkmalschutzkomplexes. Wir verschweigen das nicht und bitten unsere Regierung diese Probleme zu beachten. Wir sind gewiß  nicht imstande die zunehmende Urbanisierung der Stadt zu stoppen, das liegt auf der Hand: sie muss sich entwickelt, weil die Stadt ein „lebendiger“ Organismus ist. Doch ein entsprechendes Projekt des Ingenieurschutzes des Territoriums ringsum Sophien- Kathedrale wird dringend benötigt.

 – Sie haben von Mäzenen erwähnt...

– Die Mäzenen und Anhänger haben wir nach meiner Ansicht mehr, als andere Museen in der Ukraine. Selbst der Name „Sophie“ hat eine magische Anziehungskraft. Manche halten es für ihre Pflicht unserer historisch-kulturellen Pflegestätte zu helfen. Im Durchgang des Glockenturmes fällt ihnen zwei großen Tafeln auf, auf welchen der Name jedes Mäzens eingetragen ist. Bald sollen sie durch die Granitplatten ersetzt werden.  Ich erzähle immer, dass unsere Mäzene in die Geschichte des Nationalen Denkmalschutzkomplexes „Kiewer Sophie“ eingegangen sind. Nach unserer Initiative und mit der Unterstützung seitens Ministeriums für Kultur wurden einige Mäzene mit staatlichen Preisen ausgezeichnet. Und das ist richtig, weil dank ihrer Hilfe die lebenswichtigen Projekte für die „Sophie“ verwirklicht werden.

Glocken der Sophie Erzengel Michael.
Wiederhergestellte Skulptur für die Aufstellung auf das Spill des Südlichen Tors des architektonischen Sophien-
Ensembles

– Nennen Sie bitte einige davon.

 – Die Restaurierung des Metropoliten-Hauses mit der Wiederherstellung  der Innenausstattung... Auch die Restaurierung des Zarentores und der Ikonenwand der Sophien- Kathedrale. Eine große Ehre war für uns die Tatsache, dass dieses Zarentor vom Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I eingeweiht worden ist.

Noch ein neues Projekt ist abgeschlossen, das zu präsentieren ist und Sie sind der erste, wen ich hierfür offiziell informiere – Wiederherstellung von Sophien-Glocken, die auch vom  Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I eingeweiht wurden. Ein Teil der Arbeiten wurde auf die staatlichen Kosten realisiert. Eine Zeit waren unsere Glocken „stumm“ und neulich wurden sie „wiederbelebt“. Dank einem speziellen Computerprogramm kann man jede Stunde ein melodisches Glockengeläute   hören. Das vorige Osterfest kennzeichnete sich dadurch, dass zum ersten Mal das Glockengeläute von drei Hauptkathedralen: St.Michael-, Sophien- Kathedralen und Höhlen-Kloster gleichzeitig ertönten.  

Zurzeit ist noch ein interessantes Projekt fast zu Ende – die Aufstellung der Gestallt von Archistratigus Michael (gilt als Hüter der „Sophie“ und Patron Kiews) auf das Spill des Südlichen Turmes des architektonischen „Sophien“ -Ensembles. 

Die Richtlinie meiner Verwaltungspolitik besteht eigentlich darin, damit die Denkmäler „am Leben“ waren, funktionieren und der Gesellschaft Nutzen bringen. Dabei ist auch wichtig, dass sie nicht nur eine Erkenntnisfunktion tragen, es muss sich um sie herum etwas Interessantes ereignen: was die Seele und das Herz „ernährt“.

Regierungsdelegation  aus Sri Lanka.
Hof der Sophien-Kathedrale, Juli 2010
Goldenes Tor,  XI.Jh.,
eine festliche Theateraufführung

So, z.B., auf dem „Sophie“- Gelände wurde theatralisch die Heiratszeremonie wiedergegeben, die der Heirat  zwischen der russischen Fürstin Anna Jaroslavna und dem König von Frankreich Heinrich I gewidmet war. Das war für alle sehr interessant... Am Vorabend des Stadtfestes fand der theatralisierte Festzung des Heeres durch das Goldene Tor statt, wie es in den Zeiten der Kiewer Rus erfolgen sollte. Damals wurde das Tor nur zu Festakten geöffnet – als sich die Krieger zu Feldzügen begaben und mit Triumph in Kiew zurückkehrten. Und selbstverständlich, als Kiew von Ehrengästen besucht wurde. Seit Kiewer Rus weilten in Kiew viele interessanten, angesehenen und berühmten Menschen aus der ganzen Welt.   

Ich träume, damit diese altrussische Tradition in heutiges Leben Kiews zurückgerufen würde. Und als der triftige Anlass dafür kann Europa-Fußballmeisterschaft „Euro-2012“ werden. Diesbezüglich bin ich der Ansicht, dass die Besichtigung von „Kiewer Sophie“ obligatorisch auf dem Kulturprogramm dieser Veranstaltung vorgesehen werden sollte...

 – Wodurch fesselt Sie persönlich die Sophie?

– Jeden Tag betrete ich die Schwelle der Sophien- Kathedrale mit dem Gefühl, als ob in ein geistiges Heiligtum, Gottes Paradies eintrete. Ich kenne jedes Eckchen um die Kirche und als mir nicht ganz gut zumute ist, pflege ich im Hof des Gotteshauses zu spazieren um sich von Stress und Müdigkeit los zu werden.  Die ruhige, wohltuende Atmosphäre hier lässt mich  positiv umzustellen.

Das Gelände der Sophien- Kathedrale ist einmalig und faszinierend besonders im Frühjahr. Ich freue mich immer auf das Blühen der Kirschen, Äpfel, ganz kleiner Paradiesäpfel, Weißdorn und anderer zahlreichen Bäumen, die hier seit alten Zeiten das Gelände „verzieren“.   Wir behüten sie eifrig und haben sogar mit dem Kiewer Botanischen Garten ein spezielles Programm ausgearbeitet.  Wir werden die vorhandenen Pflanzenarten vermehren und deren Setzlinge verpflanzen. 

Interieur der Sophien-Kathedrale.
Darstellung der Muttergottes „Oranta“ im Altarraum.Mosaik, XI.Jh.

Das silberne Zarentor der Ikonenwand, XVIII.Jh.

– Die 35-Tagung der UNESCO-Generalkonferenz hat in den Gedenkdatenkalender 2011  die Begehung des 1000-Jahrestages von „Kiewer Sophie“ eingetragen...

– Sehen Sie, der Sachverhalt diesbezüglich gestaltet sich zurzeit nicht eindeutig. Eine gewisse Gruppe der Wissenschaftler wendet sich an alle Behörden und Institutionen inkl. UNESCO mit dem Anliegen dieses Jubiläumsdatum zu widerlegen und die Feierlichkeiten im kommenden Jahr anlässlich des 1000-Jahrestages unserer Sophien- Kathedrale als die falsch definierten zu stornieren. Obwohl existiert auch einen anderen Standpunkt und nicht nur der Wissenschaftler unseres Denkmalschutzkomplexes: wir behaupten, dass Gründungsjahr der Sophie 1011 ist und unsere Opponenten sind der Ansicht, dass dieses 1017 oder 1037 ist. Diese ganze Angelegenheit ist nicht anderes als eine wissenschaftliche Polemik. Ich sehe hier nichts Schlimmes. Letztendlich kann eine kurze Zwischenzeit, die heute zur Streit- und Diskussionsfrage wurde, im Laufe der tausendjährigen Geschichte grundsätzlich nichts ändern. Die Antwort liegt in der Sophie selbst: nur sie behält in sich die glaubwürdigen Angaben für die Lösung dieses Problems. Und zwar in Inschriften-Graffiti a den Kirchenwänden. Besonderen Wert besitzen die, welche die Daten deren Niederschrift enthalten. Die auf den Fresken entdeckten Graffiti sind durch folgende Jahre 1018-1021, 1019, 1022, 1028, 1033 und 1036 datiert. Sogar dadurch wird das Jahr 1037 als evtl. Gründungsjahr bzw. Jahr des Bauabschlusses der Sophie widerlegt. Auch das Jahr 1017 wird gestrichen, weil es die unbestrittenen  Zeugnisse gibt, dass schon im Zeitraum 1018-1019 die Kathedrale stand und die Wandmalerei hatte.  

Kurzum wurde der „Geburtstag“ von Kiewer Sophie im Jahre 1011 offiziell anerkannt und von der modernen Wissenschaft als historischer Fakt bezeugt. Von der Glaubwürdigkeit dieses Datums zeugt, wie schon erwähnt wurde, die Kathedrale selbst. Deshalb wird vorgesehen direkt auf dem Gelände der „Sophie“ die Jubiläumsfeierlichkeiten zu veranstalten. In dieser Hinsicht haben wir die Unterstützung sowohl seitens der Öffentlichkeit, als auch der religiösen Organisationen. Und wie sollen sie auf der staatlichen Ebene organisiert werden, hängt es leider nicht von uns ab.*

– Zurzeit soll der Staatshaushalt der Ukraine für 2011 Jahr formiert werden…   

– Die Jubiläumsfeierlichkeiten der „Sophie“ benötigen keine großen Kosten, wenn diese richtig benutzt werden und jede Kopeke kontrolliert wird. Außerdem würden sich sicherlich gerne viele Sponsoren an der Veranstaltung des Festes teilnehmen.

Das bevorstehende Fest der „Kiewer Sophie“ wird zweifellos auch für Weltöffentlichkeit interessant und findet bestimmt den Widerhall seitens UNESCO-Stabquartier... Wir haben inzwischen noch einige Ausstattungsarbeiten zu vollziehen. Wie z.B., sehr erwünscht wäre die Zentralkuppel der Kirche neu zu vergolden. Wir werden doch sehen, wie sich die Finanzierungsfrage gestallten wird…

– Können Sie uns etwas Neues über die berühmten Mosaiken und Fresken erzählen, die seit unvordenklichen Zeiten die Besucher der Sophien- Kathedrale bewundern?  

– Sie sind unglaublich vervollkommnet. Sie enthalten in sich sehr viel Informationen... Mit jedem Jahr vertiefen wir uns mehr und mehr in diese Informationen und erfahren viele neuen Details aus dem tausendjährigen Sophie-Leben. Sie spricht mit uns auf der Sprache ihrer Fresken und Mosaiken. Sie vertraut und ganz völlig und inspiriert für weitere Forschungen und Entdeckungen...

Viel Neues erfuhren wir dank Graffiti. Mit diesen beschäftigte man auch früher. Der bekannte Historiker Sergei Wisozky untersuchte in 50-70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts 316 Graffiti (darunter auch die berühmte Inschrift über den Tod des Großfürsten Jaroslav des Weisen) und hatte eine spezielle Monographie herausgegeben.  Die letzten 10 Jahre werden Graffiti von den Wissenschaftlern unseres Denkmalschutzzentrums recht aktiv erforscht. Sie werden vom Kandidaten der historischen Wissenschaften Herrn Vladislav Kornijenko und der Professorin Frau Nadezhda Nikitenko (sie hat der „Sophie“ über 30 Jahre gewidmet) untersucht. Graffiti werden frontal Schritt für Schritt an jeder Wand bzw. Mauer sehr detailliert untersucht. Es wurden bisher 2200 Graffiti untersucht und beschrieben. Der erste Band des großen Buches „Graffiti der Sophien- Kathedrale“ ist schon verlegt worden. Die weiteren 4 Bände sollen in den nächsten zwei-drei Jahren herausgegeben werden.  

Graffiti sind nur einige unter den Beweisen, dass der Grundstein von Kiewer Sophien- Kathedrale im Jahre 1011 gelegt worden war. Sie muss noch lange uns und kommende Generationen mit ihren eigentümlichen Mosaiken und Fresken freuen, die in ein einheitliches Dekorativensemble verbunden sind…

Media Center «Prime Excursion Bureau».

August 2010

 * P.S. Solange dieses Interview zur Ausgabe bearbeitet wurde, ist die entsprechende Verordnung über die Vorbereitung zu Feierlichkeiten anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums der Sophien- Kathedrale im Jahre 2011 vom Präsidenten unterzeichnet worden. Dieses Dokument beauftragt das Ministerkabinett der Ukraine das Organisationskomitee zu schaffen. Gleichzeitig hat die Regierung einen Plan der Maßnahmen zur Vorbereitung und zum Feiern des Jubiläums auszuarbeiten. An Vorbereitungsarbeiten wird auch die Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine teilnehmen. Das Ministerkabinett soll auch die entsprechende Finanzierung der feierlichen Veranstaltungen gewähren.

 

 

 

 

 



Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte \ Nationale historisch- kulturelle Pflegestätte "Kiewer Sophie"

Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt  aktivem Höhlenkloster Kiewer- Petschersky- Nationale historisch- architektonisches Museumsreservat samt aktivem Höhlenkloster

Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine  Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine

Museum der „Mikrominiaturen“  des Großen Meisters Nikolai Sjadristy Museum der „Mikrominiaturen“ des Großen Meisters Nikolai Sjadristy

Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine   Nationalmuseum der Geschichte der Ukraine

Kiewer Museum der russischen Kunst    Kiewer Museum der russischen Kunst

Museum der Künste namens Bogdan und Barbara Chanenko (Kiewer Museum der Westlichen und Orientalichen Kunst) Museum der Künste namens Bogdan und Barbara Chanenko (Kiewer Museum der Westlichen und Orientalichen Kunst)

„Schokoladenhaus“ (Filiale des Kiewer Museums der russischen Kunst) „Schokoladenhaus“ (Filiale des Kiewer Museums der russischen Kunst)

Das Nationale Kunstmuseum der Ukraine Das Nationale Kunstmuseum der Ukraine

Museum der Volksarchitektur und Lebensweise  (Pirogovo)   Museum der Volksarchitektur und Lebensweise (Pirogovo)

Gedenkstätte \ Gedenkstätte "Nationalmuseum der Geschichte des Zweiten Weltkrieges 1941-1945."

Nationalmuseum „Tschernobyl“  Nationalmuseum „Tschernobyl“

Nationales Literaturmuseum der Ukraine Nationales Literaturmuseum der Ukraine

Museum des Buches und des Buchdrucks der Ukraine     Museum des Buches und des Buchdrucks der Ukraine

Staatliches Museum der ukrainischen Volks- und Dekorativkunst Staatliches Museum der ukrainischen Volks- und Dekorativkunst

Staatliches Museum für Theater-, Musik-, und Kinokunst der Ukraine Staatliches Museum für Theater-, Musik-, und Kinokunst der Ukraine

Museum der Hologramme Museum der Hologramme

Museum \ Museum "Goldenes Tor"

Museum „Andreas-Kirche“ Museum „Andreas-Kirche“

Museum \ Museum "Kyrill-Kirche – architektonisches und historisches Denkmal des XII. Jahrhunderts"

Das Nationale wissenschaftliche Naturkundemuseum Das Nationale wissenschaftliche Naturkundemuseum

Kiewer Gedenkwohnhaus-Museum des berühmten Schriftstellers M. Bulgakow Kiewer Gedenkwohnhaus-Museum des berühmten Schriftstellers M. Bulgakow

Museum einer Straße Museum einer Straße

Apotheke-Museum Apotheke-Museum

Internationales Museum der ukrainischen Stickerei Internationales Museum der ukrainischen Stickerei

Museum der Geschichte des St. Michael-Klosters Museum der Geschichte des St. Michael-Klosters

Historisch –architektonisches Gedenkmuseum  \ Historisch –architektonisches Gedenkmuseum "Kiewer Festung"

Gedenkmuseum des Medizinakademikers N. Strazhesko Gedenkmuseum des Medizinakademikers N. Strazhesko

Nationales Medizinmuseum der Ukraine Nationales Medizinmuseum der Ukraine

Museum der Ukrainischen Volksrepublik  (UVR) Museum der Ukrainischen Volksrepublik (UVR)

Nationalmuseum  Nationalmuseum " Mahnmal für die Opfer von Hungersnoten in der Ukraine"

Museum der sowjetischen Okkupation Museum der sowjetischen Okkupation

Museum des Kulturerbes Museum des Kulturerbes

Das staatliche historische Mahnmal „Massengrabstätte in Ortschaft Bikownja“ Das staatliche historische Mahnmal „Massengrabstätte in Ortschaft Bikownja“

Museum von Shalom Aleichem Museum von Shalom Aleichem

Zentrales Museum der Streitkräfte der Ukraine Zentrales Museum der Streitkräfte der Ukraine

Zentrales Museum des Staatlichen Grenzedienstes der Ukraine Zentrales Museum des Staatlichen Grenzedienstes der Ukraine

Museum des ukrainischen Schriftstellers Ivan Gontschar Museum des ukrainischen Schriftstellers Ivan Gontschar

Museum des Kosakentums (Hetmantums) Museum des Kosakentums (Hetmantums)

Museum der Luftfahrt Museum der Luftfahrt

Museum des Wassers (Wasser -Informationszentrum) Museum des Wassers (Wasser -Informationszentrum)

Museum des Feuerwehrdienstes Museum des Feuerwehrdienstes

T.G. Schevtschenko-Nationalmuseum T.G. Schevtschenko-Nationalmuseum

Zentrales staatliches Archiv-Museum der Literatur und Kunst der Ukraine Zentrales staatliches Archiv-Museum der Literatur und Kunst der Ukraine

Pädagogisches Museum der Ukraine Pädagogisches Museum der Ukraine

Polytechnisches Museum der Kiewer Polytechnischen Universität Polytechnisches Museum der Kiewer Polytechnischen Universität

Historisch-Gedenkmuseum von M. Gruschevsky Historisch-Gedenkmuseum von M. Gruschevsky

Literarisches Gedenkwohnhaus-Museum von T. Schevtschenko in Kiew Literarisches Gedenkwohnhaus-Museum von T. Schevtschenko in Kiew

Literarisches Gedenkwohnhaus-Museum von T. Schevtschenko \ Literarisches Gedenkwohnhaus-Museum von T. Schevtschenko "Hütte in Priorka"

Kiewer A. Puschkin-Museum Kiewer A. Puschkin-Museum

Kiewer literarisches Gedenkmuseum von Maxim Rilsky Kiewer literarisches Gedenkmuseum von Maxim Rilsky

Museum der hervorragenden Persönlichkeiten der ukrainischen Kultur: Lesja Ukrainka, Michail Starizky, Nikolai Lysenko, Panas Saksagansky Museum der hervorragenden Persönlichkeiten der ukrainischen Kultur: Lesja Ukrainka, Michail Starizky, Nikolai Lysenko, Panas Saksagansky

Kiewer literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Dichters P. Titschina Kiewer literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Dichters P. Titschina

Literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Schriftstellers N. Bazhan Literarische Gedenkmuseum- Wohnung des ukrainischen Schriftstellers N. Bazhan

Wohnhaus-Museum der Schauspielerin Maria Zankovetskaja Wohnhaus-Museum der Schauspielerin Maria Zankovetskaja

Museum-Studio des Bildhauers Kawaleridze Museum-Studio des Bildhauers Kawaleridze

Museum-Wohnung des Komponisten V. Kosenko Museum-Wohnung des Komponisten V. Kosenko

Museum des Dichters D. Luzenko Museum des Dichters D. Luzenko

Museum des Brotes Museum des Brotes

Museum des Kiewer Observatoriums Museum des Kiewer Observatoriums

Museum des Spielzeuges Museum des Spielzeuges

Museum der Post Museum der Post

TV-Museum TV-Museum

Museum der Zirkuskunst Museum der Zirkuskunst

Museum des Magdeburger Stadtrechts  (Museum der Geschichte der Selbstverwaltung Kiews)  Museum des Magdeburger Stadtrechts (Museum der Geschichte der Selbstverwaltung Kiews)

Museum der Bienenzucht Museum der Bienenzucht

Museum der Kiewer Wohltätigkeit Museum der Kiewer Wohltätigkeit

Museum der Geschichte des Swjatoschin- Stadtviertels Museum der Geschichte des Swjatoschin- Stadtviertels

Das staatliche historische Gedenkschutzgebiet „Lukjanovskoje Friedhof“   Das staatliche historische Gedenkschutzgebiet „Lukjanovskoje Friedhof“

Museum der Wachsfiguren Museum der Wachsfiguren

Museum der Geschichte der Kiewer Kanalisation Museum der Geschichte der Kiewer Kanalisation

Museum der Recycling-Materialien Museum der Recycling-Materialien

Museum der Kiewer Metro Museum der Kiewer Metro

Museum der ukrainischen Ikone  \ Museum der ukrainischen Ikone "Geistige Schätze der Ukraine"

Museum der modernen Kunst Museum der modernen Kunst

Kultur-künstlerischer und Museumskomplex  „Kunstarsenal“ Kultur-künstlerischer und Museumskomplex „Kunstarsenal“

Zentrum der modernen Kunst “PinchukArtCenter” Zentrum der modernen Kunst “PinchukArtCenter”