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Goverla – der höchste Berg in der Ukraine (Karpaten)
Freitag, 12 August 2022

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Artikel > Verteidigungsattache bei der Schweizerischen Botschaft in der Ukraine Herr Christoph BRUN: „ALS GEOGRAPHISCH, KULTURELL UND GESCHICHTLICH INTERESSIERTEM MENSCHEN BOT JEDE STADT BZW. GEGEND IN DER UKRAINE SEHR VIEL“

 

 

Verteidigungsattache bei der Schweizerischen Botschaft in der Ukraine Herr Christoph BRUN: „ALS GEOGRAPHISCH, KULTURELL UND GESCHICHTLICH INTERESSIERTEM MENSCHEN BOT JEDE STADT BZW. GEGEND IN DER UKRAINE SEHR VIEL

 

 Schweiz – Paradies im Zentrum Europas. Staat, welcher sich mit solchen Begriffen wie Banksystem, Uhren, Schokolade, Taschenmesser, Wintersportorte, unberührte Schönheit der Natur assoziiert und eine große Anziehungskraft als ein Land des hohen Lebensniveaus, respektablen Zeitvertreibes, der Musterfürsorge für eigene Bürger besitzt. Und welcher Meinung sind die Schweizer über unser Land? Wie stellen sie sich Ukraine vor? Was erleben sie während ihres Aufenthalts bei uns?

 

Verteidigungsattache bei der Schweizerischen Botschaft in der Ukraine, Oberst i Gst Herr Christoph Brun

Wir wenden uns mit diesen Fragen an den Menschen, der kompetent ist sie zu beantworten und eigene Meinung zu äußern. Verteidigungsattache bei der Schweizerischen Botschaft in der Ukraine, Oberst i Gst Herr Christoph Brun − Gesprächspartner von „Prime Excursion Bureau“. Es ist sehr aufschlussreich seine Stellungnahme zu hören. Aus dem Gespräch mit ihm entnimmt man über welches Erkenntnispotential sowohl Ukraine, als auch ihre Hauptstadt  selbst verfügt.  Was steht noch vor, insbesondere am Vorabend der Europa-Fußballmeisterschaft „Euro-2012“ zu unternehmen. Es stellt sich heraus, dass ein europäischer Tourist durch das bei uns Gesehene und Erlebte  auch positiv beeindruckt werden kann. Ein gebürtiger Bürger der Stadt  Luzern, Herr Christof Brun   gewährt dabei den ukrainischen reiselustigen Bürger interessante Informationen über die touristischen Möglichkeiten seines Landes und seiner Heimatstadt. 
 

Sehr geehrter Herr Christoph Brun, Sie arbeiten als Verteidigungsattache bei der Schweizerischen Botschaft in der Ukraine. Sie haben in der Vergangenheit zahlreiche Besuche aus der Schweiz erhalten. Inwieweit sind die Schweizer über die Ukraine informiert und wie stellen sie sich unser Land vor? Existieren diesbezüglich Mythen oder besteht evtl. sogar Furcht hier her zu kommen?
 

Die Schweizer sind generell über die Ukraine nicht sehr gut informiert. Den meisten ist bekannt, dass in den Wintern 2005/06 und 2008/09 die Gasversorgung durch die Ukraine unterbrochen und in einigen Ländern Westeuropas deshalb die Energieversorgung gestört war. Viele sind sich auch nicht bewusst, dass die Ukraine ein eigener Staat ist und nicht zu Russland gehört. Erst recht wissen sie wenig über die lange Geschichte und das kulturelle Erbe der Ukraine. Furcht besteht aber nicht, eher Respekt wegen der unbekannten Sprache und der Sowjetvergangenheit.
Mit meinen Freunden aus der Schweiz, welche ich immer mit Unterlagen dokumentiere und auf die interessantesten Links im Internet hinweise, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sie schon bei der Reisevorbereitung sehr erstaunt sind, welche kulturelle Vielfalt beispielsweise die Stadt Kiew bietet.

 

- Was würden Sie den Besuchern aus Ihrem Land oder überhaupt den Touristen aus Westeuropa empfehlen in Kiew zu sehen bzw. besuchen? Was gefällt Ihnen persönlich in der ukrainischen Hauptstadt?

Grundsätzlich gehört meiner Ansicht nach zu jeder Reise in eine unbekannte Stadt, dass man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besichtigt und sich über die Geschichte der Stadt ins Bild setzt. Das ist auch in Kiew nicht anders und Kiew bietet sehr viel, die historischen Klöster, Kirchen und Stadteile oder die zahlreichen Parks, Märkte und Einkaufsstrassen. Das ausgebaute und qualitativ hoch stehende Angebot im Bereich Theater, Oper und Operette ist ebenfalls zu empfehlen, auch wenn die Aufführungen in ukrainischer oder russischer Sprache stattfinden.
Meist haben ja nicht alle Reisenden dieselben Interessen. Da sich in meinem Freundeskreis sehr viele geschichtlich und politisch interessierte Personen befinden empfehle ich Ihnen jeweils sich mit der Geschichte Kiews und der Ukraine während der Sowjetzeit und im 2. Weltkrieg vertieft auseinanderzusetzen und z.B. neben den Denkmälern das Museum des Grossen Vaterländischen Krieges zu besuchen.
Nachdem ich schon eineinhalb Jahre im Zentrum von Kiew lebe, betrachte ich die Stadt nicht mehr nur aus den Augen des Touristen. Mir gefällt, dass Kiew im Sommer eine grüne Stadt mit schönen Parks, botanischem Garten ist. Oder ich schätze eine Bootsfahrt auf dem Dnipro und Ausflüge in die Umgebung von Kiew. Es gibt ein attraktives, reichhaltiges kulinarisches Angebot der verschiedenen Restaurants und Bars und in den zahlreichen Lokalen mit Livemusik kann man die lebendige Jazz- und Rockszene Kiews erleben.


-  Die Schweiz ist eines der Länder mit dem höchsten Lebensstandard. Was meinen Sie, empfindet ein Bürger Ihres Landes während seines Aufenthalts in der Ukraine einen Unterschied zwischen seinem Lebensniveau und dem eines Ukrainers?

Wenn der Tourist aus der Schweiz in Kiew ankommt rechnet er damit einen niedrigeren Lebensstandart anzutreffen, stellt dann aber erstaunt fest, dass hier viel mehr Luxusautos herumfahren als in der Schweiz und Kiew im Zentrum eine moderne City ist mit all den teuren Geschäften welche man auch in der Zürcher Bahnhofstrasse findet. Touristen welche vier bis fünf Tage in Kiew weilen haben normalerweise nicht die Gelegenheit zu sehen, wie die Durchschnittsukrainer in den grossen Wohnsiedlungen am Stadtrand oder die Dorfbevölkerung auf dem Lande leben. Oft nehmen die Touristen somit einen falschen Eindruck vom wirklichen Leben der Mehrheit der Ukrainer mit nach Hause.

Haben Sie schon während Ihrer Tätigkeit in Kyiv einige Sehenswürdigkeiten der Ukraine kennen gelernt? Wenn ja, was sind Ihre Eindrücke?

 Auf privaten und dienstlichen Reisen hatte ich die Gelegenheit neben Kiew verschiedene Städte und Gegenden der Ukraine zu bereisen, z.B. L'viv, Odessa, Sevastopol und die Krim. Als geographisch, kulturell und geschichtlich interessiertem Menschen bot jede Stadt bzw. Gegend sehr viel. Für Kulturreisende ist generell viel Substanz vorhanden, dagegen ist die touristische Infrastruktur noch nicht überall auf dem von Touristen aus Westeuropa gewünschten Standart.
 

-  Was meinen Sie, hat Kiew Chancen in nächster Zukunft zu einer wichtigen Tourismusdestination neben vielen europäischen Metropolen zu werden? Worauf muss geachtet werden und was soll Ihres Erachtens getan werden, um diesem Ziel näher zu kommen?

Kiew wird durch die Fussballeuropameisterschaft einen zusätzlichen touristischen Input bekommen. Diese Chance muss genutzt werden. Es ist die Gelegenheit sich einem breiten europäischen Publikum als touristisch interessante Stadt zu präsentieren. Die inhaltliche Substanz als Destination für Städtereisen ist vorhanden. Hingegen muss in die touristische Infrastruktur investiert werden, z.B. in Hotels der Mittelklasse und das öffentliche Verkehrssystem. Weiter sollten Beschriftungen von Strassennamen in der Innenstadt sowie der Metrolinien bzw -stationen nicht nur in kyrillischer Schrift sondern auch mit lateinischen Buchstaben erfolgen. Dies würde dem westeuropäischen Touristen die Orientierung in der Stadt erleichtern. Generell wäre zu wünschen, dass das Personal in den Geschäften und Restaurants im Zentrum über bessere Kenntnisse von Fremdsprachen verfügen würde.

- Sie sind in der Stadt Luzern zu hause, die für Sie sicherlich die beliebteste und schönste Stadt ist. Wir würden Sie gerne bitten Ihre Eindrücke über die einheimischen Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten von Luzern mit uns zu teilen sowie möglichst über touristische Infrastruktur zu informieren.

Luzern ist meine Heimatstadt und gleichzeitig einer der wichtigsten Touristenorte der Schweiz mit über einer Million Übernachtungen im Jahr. Luzern verfügt über ausgesprochen günstige Voraussetzungen für ganzjährigen Tourismus, eine gut erhaltene historische, mittelalterliche Altstadt am See mit den Bergen der Alpen im Hintergrund, die notwendige touristische Infrastruktur und ein grosses, vielseitiges Kulturangebot. Erwähnt sei hier nur das Lucerne Festival, einem der wichtigsten Event der klassischen Musik in Westeuropa. Es würde zu weit führen mehr in die Details zu gehen. Ich empfehle dem Leser, einen Blick auf die Webseite von Luzern Tourismus zu werfen, welche auch in russischer Sprache verfügbar ist: http://www.luzern.com/ru/welcome.cfm 

- Welche Ortschaften in der Schweiz würden Sie ukrainischen Touristen empfehlen in der Frühjahr- Herbst- und Wintersaison zu besuchen?  

Die folgende Aufzählung ist natürlich nicht abschliessend. Neben Luzern, sind die Städte Bern, Zürich oder Genf beliebte Ziele welche das ganze Jahr besucht werden können. Sie verfügen über ein vielfältiges, kulturelles und touristisches Angebot. Aufgrund des mediterranen Klimas und der ausgebauten Tourismusinfrastruktur ist auch die italienisch - sprachige Alpensüdseite (Tessin) eine interessante Destination in allen Jahreszeiten.
Im Winter sind natürlich die Wintersportorte besonders attraktiv. Neben den bekannten Orten St. Moritz, Zermatt, Gstaad, Davos oder Verbier gibt es zahlreiche Familienskigebiete mit einem sehr guten Preis- Leistungsverhältnis.
Für Reisende welche gerne zur Erholung in die Berge gehen, beispielsweise zum Wandern, Mountainbiking oder für Bergtouren, sind die Monate vom Juni bis Mitte Oktober zu empfehlen, es gibt unzählige Möglichkeiten für jedes Budget im ganzen Alpengebiet.

 Sehr geehrter Herr Christoph Brun, wir danken Ihnen sehr für das interessante und aufschlussreiche Gespräch. Am Vorabend der Weihnachten möchten wir gerne Ihnen und Ihrer Familie viel Gesundheit, Wohlergehen und alles Gute im kommenden 2011 Jahr wünschen.  

 Das Gespräch führten Frau Pukshyn Natalija,

Direktorin von „Prime Excursion Bureau“  und Skibin Eugen, Guide-Dolmetscher

 

Media Center „Prime Excursion Bureau“

Dezember 2010